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Tauben nicht mehr füttern

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Um einen Taubenschlag als Behausung interessant zu machen, bittet die Stadt darum, Tauben derzeit nicht zu füttern. Mit Hilfe des Taubenschlags soll die Zahl der Tauben reduziert werden.

Die Stadt appelliert an die Bürger, das Füttern von Tauben zu unterlassen. Hintergrund ist die Installation eines Taubenschlags auf dem Dach des Karstadt-Gebäudes, den die Tiere nur als neue Behausung annehmen, wenn sie nicht andernorts gefüttert werden.

Noch bis in den Januar hinein füttert die Stadt in zwei Baumscheiben in der Wilhelminenstraße, um die Tauben auf den Schlag aufmerksam zu machen. Zudem wird vor dem Schlag auf dem Dach gefüttert. Umweltdezernentin Cornelia Zuschke sagt dazu: „Mit dem in Kooperation mit dem Tierschutzverein betriebenen Taubenschlag auf dem Karstadt-Gebäude gehen wir einen weiteren Schritt bei der artgerechten Eindämmung der Taubenbelastung in der Innenstadt.“

Beim sogenannten Augsburger Modell, das auch in Darmstadt praktiziert wird, sollen die Tauben artgerecht in einem Taubenschlag leben und dort ihren Kot hinterlassen, um auf diese Weise eine Belastung auf denkmalgeschützten Gebäuden oder öffentlichen Plätzen zu vermeiden. So sei es auch möglich, die Zahl der Nachkommen zu begrenzen, ohne auf drastische Maßnahmen zurückzugreifen, hieß es.

Der Tierschutzverein füttert die Tauben im Taubenschlag, bietet Nistmöglichkeiten an, nimmt die Eier aus den Nestern und ersetzt diese durch Imitate, sodass ein Taubenpärchen im Jahr statt sieben Bruten maximal zwei Nachkommen hat.

Für das Projekt seien weitere Betreuer willkommen, hieß es. Die können sich beim Tierheim unter der Telefonnummer 06151/891470 oder beim Umweltamt unter 06151/133280 melden. (ers)

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