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Suche nach Heim für Flüchtlinge

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Bürgermeisterin Astrid Mannes (CDU) favorisiert das ehemalige DRK-Tagungshotel in Trautheim.

Über die Nutzung des ehemaligen DRK-Tagungshotels in Trautheim als Flüchtlingsunterkunft soll der Mühltaler Gemeindevorstand mit dem möglichen Eigentümer und dem Kreis verhandeln. Das beschloss das Gemeindeparlament am Dienstag mit breiter Mehrheit. Ob es überhaupt dazu kommt, dass Asylbewerber in der Straße Am Klingenteich einziehen, ist aber noch völlig unklar, wie Bürgermeisterin Astrid Mannes (CDU) erneut betonte. Das Hotel ist bereits verkauft. Wegen Unstimmigkeiten prüft das DRK gerade einen Rückkauf. Einen neuen Investor gibt es laut DRK bereits: Er habe Interesse, das Gebäude zu einem Flüchtlingsheim umzugestalten.

Vorteile einer großen Wohneinheit

Es sei angezeigt, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen, betonte Mannes. Ob es bei den prognostizierten 76 Flüchtlingen bleibt, die Mühltal in diesem Jahr aufnehmen muss, sei nämlich unklar. Für das Jahr 2016 sollten sich die Bürger darauf einstellen, dass die Zahl der Hilfesuchenden dreistellig wird.

Um diese Zahl mit kleinen Wohneinheiten, zum Beispiel in Modulbauweise, stemmen zu können, müssten etwa zehn Wohnanlagen in Nieder-Ramstadt, Trautheim und Traisa errichtet werden, gab Mannes zu bedenken. Dazu müsste Baurecht auf Geländen geschaffen werden, wo es bislang nicht gewollt war.

Während Marion Diekmann befürchtet, dass Folgekosten entstünden, da Massenunterkünfte wie das Tagungshotel „zu sozialen Unruhen“ führen können, nannte Mannes die Vorteile einer größeren Wohneinheit. Helfer und Dolmetscher müssten nur einen Ort anfahren. „Auch ist es für den Helferkreis sinnvoll, wenn viele Flüchtlinge zusammen sind“, sagte Ruth Breyer (SPD) vom Helferkreis. (eis)

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