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Studentenbuden am Campus

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So soll das neue Quartier einmal aussehen.
So soll das neue Quartier einmal aussehen. © Benchmark

Ein Frankfurter Projektentwickler baut derzeit rund 200 neue Studentenwohnungen. Ein Vorteil ist die Nähe zum Gelände der Hochschule Darmstadt. Die Wohnungen sollen eine Alternative zum Angebot des Studentenwerks sein - die Mieten liegen allerdings im Schnitt deutlich höher.

Am 3. April wird in der Havelstraße Richtfest gefeiert. Dort baut der Projektentwickler Benchmark aus Frankfurt derzeit einen siebengeschossigen Gebäudekomplex, in den bereits zum Wintersemester 2014/15 die ersten Studenten einziehen können.

Das Gebäude mit 193 Wohneinheiten liegt nur wenige Schritte vom Campus der Hochschule Darmstadt (HDA) entfernt. „Eine ideale Wohnlage für Studenten“, sagt Götz Hufenbach von der Firma Benchmark, die bereits in Frankfurt und Münster Studentenwohnheime gebaut hat.

Für den Neubau wurden zwei Bürogebäude aus den 80er Jahren abgerissen, die nicht – wie die anderen Gebäude des ehemaligen Hoppenstedt-Verlags – unter Ensembleschutz stehen. Im Anschluss an den Neubau in der Havelstraße 7 werden weitere Gebäude des früheren Adressbuchverlags saniert; auch sie werden für studentisches Wohnen umgebaut.

Appartements auch für zwei

Dazu zählen das markante, achtgeschossige Hochhaus in der Havelstraße sowie drei flachere Bürogebäude, die sich bis zur Spreestraße erstrecken. Die denkmalgeschützten Verlagsgebäude sollen laut Hufenbach behutsam saniert werden und bis Ende März 2015 fertiggestellt sein, „pünktlich zu Beginn des Sommersemesters“.

Insgesamt werden bis Mitte nächsten Jahres 347 neue Wohnungen mit einer Kapazität für rund 370 Studenten entstehen. Es wird zwei Typen von Wohnungen geben: zum einen 18 bis 19 Quadratmeter große Apartments mit Flur, Schlaf- und Wohnbereich, Einbauküche sowie einem Bad. Sie sind voll möbliert, so dass die Mieter direkt einziehen können. Neben den kleinen Wohnungen wird es eine gehobene Variante geben, die mehr als 25 Quadratmeter groß ist und damit Platz genug bietet für zwei Bewohner.

Dachterrasse und Fitness-Studio

Im sechsten Stock des derzeit entstehenden Neubaus in der Havelstraße 7 werden vier barrierefreie Apartments eingerichtet, außerdem entstehen Gemeinschaftsräume wie eine Meeting-Lounge, ein TV-Raum, Lernräume, eine Soccer-Lounge mit Tischfußball und ein Fitness-Studio.

Vervollständigt wird der Gebäudekomplex durch eine Tiefgarage mit 87 Stellplätzen, eine Dachterrasse im fünften Geschoss sowie einen Fahrrad-Stellplatz pro Apartment.

Die gesamte Fläche des neuen Headquarters – so bezeichnet Projektentwickler Benchmark seine studentischen Wohnprojekte – umfasst rund 7500 Quadratmeter. Auch Grünzonen wird es geben, die jetzt allerdings noch nicht zu sehen sind.

Mieten ab 460 Euro

Dafür muss zunächst eine vier Meter hohe Halle abgerissen werden, die das Hochhaus und einen flachen Gebäudetrakt verbindet. „Dort werden wir im Freien noch Bereiche mit hoher Aufenthaltsqualität schaffen“, versichert Hufenbach. Verantwortlich für den Bau von der Planung bis zur Übergabe ist „List Bau Rhein-Main“. Die Kosten für das Gesamtprojekt beziffert Hufenbach auf „deutlich über 20 Millionen Euro“.

Die Mieten für die neuen Studentenwohnungen liegen bei 460 Euro aufwärts und teilen sich in eine Kaltmiete plus eine Nebenkosten-Flatrate mit Internet. Mit den neuen Wohnungen will Benchmark eine „interessante Alternative“ zum Wohnprogramm des Darmstädter Studentenwerks anbieten.

Das Studentenwerk betreibt momentan in Darmstadt 14 Wohnanlagen mit 2870 Zimmern. Der durchschnittliche Mietpreis für Studenten liegt bei 272,60 Euro, der günstigste Mietpreis bei 181,60 Euro und der teuerste bei 499,55 Euro monatlich, wie Detlef Gollasch, Sprecher des Studentenwerks, erläutert. Dabei handele es sich um Warmmieten inklusive Internetanschluss. Auch die Benutzung von Waschmaschine, Trockner, Gemeinschaftsräumen und Fahrradstellplätzen ist mit inbegriffen. an

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