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Strom zur rechten Zeit

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Eppertshausen Intelligente Geräte helfen sparen

Sonne und Wind sind launisch. Mit den Kräften der Natur lässt sich Energie gewinnen, aber nur, solange die Sonne scheint und der Wind pustet. Ein neues, intelligentes Stromnetz soll helfen, die wetterabhängige Einspeisung von erneuerbaren Energien, den Stromverbrauch und die Speicherung zu koordinieren. Smart Grid heißt die Technik der Zukunft, an der der Stadtkonzern HSE mit seiner Öko-Tochter „Natur pur“ beteiligt ist.

So soll eine Waschmaschine in einigen Jahren einen Schalter zum Stromsparen haben. Werden die sauberen Unterhosen nicht sofort benötigt, wartet die Maschinen ein Zeitfenster mit günstigem Strompreis ab und schaltet sich zum Beispiel erst nachts ein. Über das Stromnetz wird ein Signal gesendet, dass Strom gerade im Überfluss im Netz vorhanden und deshalb besonders günstig ist.

Nur wenn der Energieverbrauch entzerrt und nivelliert werde, könne man das Ziel erreichen, im Jahr 2050 fast ausschließlich regenerativen Strom zu gewinnen, also ohne Kohle und Atomkraft, erklärte HSE-Sprecher Jürgen Hein-Benz bei einer Präsentation der neuen Technik im Neubaugebiet Im Eichstumpf in Eppertshausen. Die Hausbesitzer dort sowie in Neubaugebieten in Münster, Ober-Ramstadt, Groß-Bieberau, Schaafheim und Darmstadt-Eberstadt sind der cleveren Möglichkeit zum Stromsparen schon einen Schritt näher als andere, denn die HSE hat hier im Rahmen eines Forschungsprojekts der EU bereits etliche intelligente Stromzähler installiert. Diese sollen die Sparsignale aus dem Stromnetz empfangen.

Preisvorteil von 20 Prozent

Für die Hausbesitzer war der Einbau kostenlos, er bleibt aber auch noch ohne Spareffekt. Damit die Rechnung aufgeht, sind auch mitdenkende Elektrogeräte nötig. „Bis ein intelligentes Netz und Geräte zur Verfügung stehen und üblich sind, wird es noch zehn Jahre dauern“, meint „Natur pur“-Geschäftsführer Bernhard Fenn. Experten erwarten von der gezielten Nutzung der Stromspitzen dann aber einen Preisvorteil von 15 bis 20 Prozent. ( piz)

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