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Mit der Straßenbahn zum Campus

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Bis zu 10.000 Studierende fahren regelmäßig zum Campus Lichtwiese - Grund für die Stadt, über eine neue Straßenbahn-Linie nachzudenken.
Bis zu 10.000 Studierende fahren regelmäßig zum Campus Lichtwiese - Grund für die Stadt, über eine neue Straßenbahn-Linie nachzudenken. © Andreas Arnold

Fast 10.000 Studierende fahren regelmäßig zum Campus Lichtwiese. Die Stadt und Technische Universität sehen daher Bedarf für eine Straßenbahnlinie. Der Bau würde über 21 Millionen Euro kosten.

Fast 10.000 Studierende fahren regelmäßig zum Campus Lichtwiese. Die Stadt und Technische Universität sehen daher Bedarf für eine Straßenbahnlinie. Der Bau würde über 21 Millionen Euro kosten.

Die Straßenbahn zur Lichtwiese kommt näher und wenn, dann kommt sie aus Westen.

Der Bauausschuss des Stadtparlaments empfahl mit einer Mehrheit aus grün-schwarzer Koalition und Uffbasse, gegen SPD, Linke und Uwiga, eine Trasse von der Nieder-Ramstädter Straße – zwischen Georg-Büchner-Schule und Hochschulstadion hindurch – mit einer Wendeschleife neben dem neuen Medienzentrum weiter zu verfolgen. Einen Bedarf sehen Stadtregierung und Technische Universität, laut TU sind 8000 bis 10.000 Studierende auf dem Campus Lichtwiese.

Zuvor hatte Dadina-Geschäftsführer Matthias Altenhein die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zur Straßenbahnanbindung des Campus Lichtwiese vorgestellt. Untersucht habe man die Anbindung über den Lichtwiesenweg sowie über die Roßdörfer Straße und Petersenstraße, also entlang der Route, die K- und KU-Busse fahren. Der Weg über die Roßdörfer Straße („problematische Trassenführung“) bedeute zwei Kilometer Neubaustrecke und einen tageszeitabhängigen 7,5- bis 30-Minuten-Takt, beschrieb der Ingenieur. Der Bau würde über 21 Millionen Euro kosten.

2017 könnte die Bahn fahren

Die Alternative, beim Hochschulstadion von der Trasse der Linien 2 und 9 in Richtung Lichtwiese abzuzweigen, bedeute 1,3 Kilometer Neubaustrecke für 8,32 Millionen Euro, so Altenhein. Dabei seien auch Kosten für ein Masse-Federsystem im Bereich des Fachbereichs Bauingenieurwesen berücksichtigt, um Störungen durch Erschütterungen zu vermeiden. „Es reicht ein Viertelstundentakt“, erklärte er, „am Wochenende wird der K-Bus zur Lichtwiese ausreichen.“

Eine Kosten-Nutzen-Berechnung habe für die Variante über den Lichtwiesenweg einen Wert von 1,62 ergeben. Der Wert werde sich auch bei detaillierter Planung ergeben. Nur bei der 1 vorm Komma gebe es Landesförderung. „Ein Drittel Eigenanteil bleibt bei der Kommune“, blickte der Ingenieur auf die Baukosten, die Stadt bezahle dann 2,87 Millionen Euro.

Die Betriebskosten werden auf 970.000 Euro geschätzt, davon abgezogen werden 320.000 Euro durch Fahrkartenverkäufe, 200.000 Euro durch Abbestellungen beim Busverkehr. Bei optimalen Abläufen könne die Straßenbahn zur Lichtwiese im Dezember 2017 fahren, so Altenhein. Erich Bauer (Uwiga) lehnte die Pläne ab. „Die Investitionskosten und die Betriebskosten halte ich nicht für verantwortbar.“ Die TU müsse sich als Hauptnutznießer daran beteiligen, forderte Bauer. Dies schloss Planungsdezernentin Brigitte Lindscheid (Grüne) aus rechtlichen Gründen jedoch aus. (mawi)

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