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Stein statt Bronze

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Von: Andreas Hartmann

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Nach dem Diebstahl eine tonnenschweren Denkmals kann die Stadt das Werk zwar rekonstruieren, allerdings in einem Material, das keine Metalldiebe anlockt

Die Stadt Darmstadt hat sich mit den Erben des Bildhauers Fritz Schwarzbeck darauf geeinigt, das tonnenschwere Mahnmal des Künstlers auf dem Darmstädter Waldfriedhof, das kurz vor Weihnachten 2017 wohl von Metalldieben gestohlen worden war, zu rekonstruieren. Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) berichtete gestern, die Schwarzbeck-Erben hätten nach anfänglicher Skepsis und intensiver Diskussion dem Vorschlag der städtischen Kunstkommission zugestimmt, das Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs nicht mehr aus Bronze, sondern aus Stein neu zu fertigen. Die nun erzielte Verständigung mit den Erben sei eine gute Nachricht für die Darmstädter Kunstlandschaft, sagte Partsch gestern.

Der Diebstahl hatte große Empörung ausgelöst. Der Materialwert der Bronzefiguren betrug etwa 30 000 Euro, der ideelle lag weit höher. Partsch sprach damals von Störung der Totenruhe. „Es gehört viel Kaltblütigkeit und ein enormes kriminelles Potenzial dazu, einen Ort, der allen Darmstädtern wichtig ist, auf diese Weise zu schänden.“

Für eine Rekonstruktion des Denkmals aus dem Jahr 1958 fehlen allerdings exakte Abbildungen. Partsch rief deshalb nochmals dazu auf, in Fotoalben oder -archiven nach Bildern der Gedenkstätte vor dem Diebstahl zu suchen. aph

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