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Steffen Seinsche neuer Dezernent

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46 Jahre alter Verwaltungsjurist übernimmt ehrenamtlich das Bürger- und Ordnungsamt

Die Stadtverwaltung Mörfelden-Walldorf hat einen neuen Dezernenten. Steffen Seinsche hat die Verantwortung für das Bürger- und Ordnungsamt übernommen. Der FDP-Politiker ist damit für die Stadtbüros sowie für das Standes- und Ordnungsamt zuständig.

Bei einer Pressekonferenz hat Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) den neuen ehrenamtlichen Dezernenten nun vorgestellt. Er ist in der Kommunalpolitik kein Unbekannter: Als langjähriger Vorsitzender führt Seinsche den FDP-Ortsverband, arbeitete als Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament mit und zog nach der letzten Kommunalwahl in den Magistrat ein. Seinsche arbeitet als Verwaltungsjurist in der hessischen Lehrkräfte-Akademie. Anfang der 90er Jahre zog der zweifache Familienvater nach Mörfelden-Walldorf.

Schon bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags zwischen SPD, Freien Wählern und FDP wurde angekündigt, dass alle drei Partner in der Verwaltung Verantwortung übernehmen sollen. Da der Verwaltungsjurist Seinsche die Aufgabe ehrenamtlich übernimmt, musste erst ein passendes Arbeitsfeld gefunden werden, erklärte Becker. Denn es ist vorgesehen, dass er nur donnerstagnachmittags ins Büro im Rathaus Walldorf kommt und sich von dort um das Tagesgeschäft kümmert. Zusätzlich werde er noch telefonisch und per E-Mail arbeiten. „Es ist kein Neuland für mich“, sagte der 46-Jährige. Während seines Referendariats lernte er die Stadtverwaltung sechs Monate kennen. Außerdem habe das Bürger- und Ordnungsamt einen juristischen Schwerpunkt, was seiner Qualifikation entspreche.

Zunächst möchte sich der Stadtrat einen Überblick verschaffen und bestehende Parlamentsbeschlüsse, aber auch Themen aus dem Koalitionsvertrag aufgreifen. Zu Letzteren zählte Seinsche etwa die Überprüfung von Tempo-30-Zonen, die Einschränkung von Wettbüros und die Sicherheit auf Straßen. Bei den Parlamentsbeschlüssen wird er sich mit einer Katzenschutzverordnung und der Frage nach Parkscheinautomaten am Waldschwimmbad auseinandersetzen.

Mit ihrem eigenen Dezernat ist die FDP im Rathaus angekommen. Bis die Freien Wähler den Posten des Ersten Stadtrats besetzen können, wird es noch dauern. Der erste von zwei notwendigen Wahlgängen zur Abwahl des amtierenden Ersten Stadtrats Franz-Rudolf Urhahn (Grüne) kann frühestens im Oktober über die Bühne gehen. Ein Nachfolger werde wohl im Frühjahr oder Mitte 2017 ins Amt eingeführt. (eda)

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