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Stauraum wie im Safe

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Vom Turm des Smart-Autocenters ist nur Bauschutt geblieben. Nun stehen dort Bauarbeiten für ein „Selfstorage“-Haus an.
Vom Turm des Smart-Autocenters ist nur Bauschutt geblieben. Nun stehen dort Bauarbeiten für ein „Selfstorage“-Haus an. © Guido Schiek

Am Tacke-Knoten sollen Mietboxen in einem fünfgeschossigen Bau entstehen. Mit dem Bau des 7500 Quadratmeter großen Gebäudes soll im Frühjahr begonnen werden.

Seit gut eineinhalb Jahren liegt das ehemalige Gelände des Smart-Auto-Centers am Tacke-Knoten brach. Für 2014 war dort der Bau eines Mietlagers angekündigt. Die Pläne sind nicht aufgegeben. Mit dem Bau des 7500 Quadratmeter großen Gebäudes soll im Frühjahr begonnen werden. Haufenweise Betonbrocken – mehr ist von dem Smart-Autocenter an der Gräfenhäuser Straße nicht übrig geblieben.

Im Sommer 2013 ist die markante Turmkonstruktion aus Stahl und Glas mit Platz für 27 Kleinstwagen abgerissen worden. Seither ist dort eine Brache. Noch. Ende Februar 2016 soll an diesem Standort ein Mietlager eröffnen. Ein futuristisch anmutender Bau mit einer Fassade aus Glas und Edelmetall. Es entsteht ein Lagerhaus für Privatkunden und für Gewerbetreibende, die dort alle möglichen Dinge deponieren können.

Ursprünglich sollte bereits im Februar vergangenen Jahres mit den Bauarbeiten begonnen werden. Dann stünde das Lagerhaus jetzt bereits wohl kurz vor der Fertigstellung. „Baurechtliche Themen“ hätten zur Verzögerung geführt, sagt Martin Brunkhorst, Geschäftsführer der Prime Selfstorage Gmbh mit Sitz in Wiesbaden, die das Smart-Areal gekauft hat.

Diskussionen habe es aber nicht in Darmstadt, sondern auch in Mannheim und Mainz gegeben. Dort baut die Gesellschaft zeitgleich zwei weitere Mietlager. Am 19. Dezember seien alle Rohbauarbeiten vergeben worden. Baubeginn ist „in vier Wochen, wenn es nicht mehr matschig ist“, kündigt Brunkhorst an.

Gut 1100 Mietboxen sollen auf den fünf Geschossen mit einer Gesamtfläche von 7500 Quadratmetern untergebracht werden. Ihre Größen reichen von einem bis zu mehr als 50 Quadratmetern, je nach Bedarf, bei einer Deckenhöhe von 2,80 Metern.

Lagerplatz ist gefragt

Möbel, Antiquitäten, Bücher, Sammlungen – nahezu alles kann dort eingelagert werden. Der Bedarf ist nach Angaben des Verbandes deutscher Selfstorage-Unternehmen groß. Mehr als 80 dieser Anlagen gibt es in Deutschland. Gerade in Ballungsräumen ist Lagerplatz gefragt. Nach Ansicht von Brunkhorst sorgen unter anderem die Mobilität am Arbeitsplatz, Landflucht und der Mangel an Stauraum in Neubauten für Nachfrage. Gerade in Großstädten siedelt sich die noch junge Branche an.

In dem Gebäude am westlichen Stadteingang soll es vier Mitarbeiter geben. Aufwendig erscheinen die Sicherheitsmaßnahmen. Alarmanlage, Einbruchmelder und ein Wachdienst sollen dafür sorgen, dass das Lager „abgeschlossen ist wie ein Safe“, sagt Geschäftsführer Brunkhorst. Mit den Bauarbeiten verschwinden die Betonschutthügel. Die Reste des Smart-Turm-Fundaments sollen in den Untergrund der Außenanlagen eingearbeitet werden. (rf)

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