1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Ein Stadtteil zeigt sich

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die Interkulturelle Woche in Eberstadt-Süd startet am heutigen Freitag. Orginellstes Angebot ist die lebende Bibliothek. Ausgeliehen werden nicht Bücher, sondern Menschen.

Die Interkulturelle Woche in Eberstadt-Süd dürfte dem Namen nach nur sieben Tage gehen, dauert tatsächlich aber wesentlich länger. Den ganzen Juni über gibt es Aktionen. Der südlichste Zipfel Darmstadts soll mit seiner Wohnsituation und seiner kulturellen Vielfalt besser wahrgenommen werden, hieß es bei der Vorstellung des Programms.

So ist das Leben in der Hochhaussiedlung Thema eines Fachtags. Es gibt Beispiele aus anderen Städten, wo Wohnbaugesellschaften durch Bewohnerbeteiligung große Verbesserungen erzielt haben. Ein Höhepunkt soll das Stadtteilfest mit einem Gottesdienst, Bühnenprogramm und einem Markt der Möglichkeiten sein.

Ein außergewöhnliches Angebot ist die Lebende Bibliothek. Statt Büchern können hier Menschen ausgeliehen werden, im Dialog sollen Vorurteile abgebaut werden. Als Gesprächspartner stehen Polizisten, Sozialarbeiter, ein jüdischer Migrant, ein Drogenabhängiger und ein Homosexueller zur Verfügung.

Sich näher kommen, dafür steht auch der ruandische Koch- und Grillabend, bei dem die Menschenrechtsorganisation Amnesty International über die Folgen des Völkermords in Ruanda informiert. Aufklären will auch der Werkhof, der in der Jugendwerkstatt an der Grenzallee eine Mitmachausstellung für Schulklassen aufgebaut hat. "Fußballfieber am Kap", heißt sie und zeigt, woher die Teilnehmer der ersten Fußball-WM in Afrika stammen, unter welchen Bedingungen sie leben, was Apartheid bedeutet und unter welchen Umständen Fußbälle oft Billig-Arbeitern hergestellt werden. (rwb)

Auch interessant

Kommentare