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Holger Klötzner, der 33-jährige Wirtschaftsinformatiker wird vom 1. Oktober an in Darmstadt als Stadtrat Dezernent für Schule und Digitalisierung.
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Holger Klötzner, der 33-jährige Wirtschaftsinformatiker wird vom 1. Oktober an in Darmstadt als Stadtrat Dezernent für Schule und Digitalisierung.

Darmstadt

Stadtratswahl in Darmstadt: Volt-Kandidat gewählt

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Der Wirtschaftsinformatiker Holger Klötzner ist in Darmstadt zum neuen Dezernenten für Schule und Digitalisierung gewählt worden. Die SPD hatte mit Tanja Pfenning eine eigene Bewerberin für die Stadtratswahl aufgestellt.

Update vom Donnerstag, 30.09.2021, 23.00 Uhr: Der 33-jährige Wirtschaftsinformatiker Holger Klötzner (Volt) ist am Donnerstagabend in Darmstadt von der Mehrheit der Darmstädter Stadtverordneten zum neuen Dezernenten für Schule und Digitalisierung gewählt worden. Von 71 Stimmen waren 69 gültig. Für Klötzner wurden 36 Stimmen abgegeben. Das entspricht der Stimmenanzahl der Koalition aus Grünen, CDU und Volt.

Die SPD hatte mit Tanja Pfenning aus dem Rheingau-Taunus-Kreis, der 48-jährigen Geschäftsführerin des Landeselternbeirats Hessen, eine eigene Bewerberin für die Stadtratswahl aufgestellt. Sie bekam 23 Stimmen. Zudem gab es zehn Nein-Stimmen.

„Ich freue mich sehr über das große Vertrauen und die Wahl zum hauptamtlichen Beigeordneten für den Bereich Digitalisierung und Bildung“, äußerte Klötzner nach seiner Wahl. Durch seine vielfältigen Erfahrungen in unterschiedlichen Bildungssystemen, die er zum Teil auch im Ausland gesammelt habe, kombiniert mit meinen Stärken im Bereich der Digitalisierung, wolle er „die notwendigen Schritte im Bereich der Verwaltung und dem Bildungssektor“ in seiner neuen Wahlheimat Darmstadt voranbringen.

Stadtratswahl in Darmstadt: Konkurrenz für Volt-Kandidat

Erstmeldung vom Dienstag, 28.09.2021, 19.38 Uhr: Bei der am Donnerstag im Stadtparlament geplanten Wahl einer neuen hauptamtlichen Stadträtin oder eines Stadtrats wird die SPD-Fraktion die Kandidatin Tanja Pfenning unterstützen.

Am Dienstag stellte die SPD-Fraktionsvorsitzende Anne Marquardt die 48-jährige Geschäftsführerin des Landeselternbeirats vor dem Gelände der Wilhelm-Leuschner-Schule in der Postsiedlung vor.

Tanja Pfenning wollte Darmstädter Schuldezernentin werden, verlor die Wahl aber gegen den Volt-Kandidaten Holger Klötzner .

Der Landeselternbeirat ist die gesetzliche Vertretung von 1,2 Millionen Eltern in Hessen. Die Geschäftsstelle ist organisatorisch beim Kultusministerium in Wiesbaden angegliedert.

SPD Darmstadt: „Erfahrene Schulfachfrau“ will Stadträtin werden

Pfenning ist sowohl Mitglied der Gemeindevertretung von Waldems sowie des Rheingau-Taunus-Kreistags. Sie ist dort Vorsitzende des Kreistagsausschusses für Jugend, Bildung und Soziales, Vorsitzende der SPD Waldems und stellvertretende Vorsitzende der SPD Rheingau-Taunus.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Marquardt äußerte, mit Pfenning wolle die Darmstädter SPD „eine erfahrene Schulfachfrau nach Darmstadt holen“, die die vielseitigen Herausforderungen von Schulen und Familien bestens kenne. Sie zeige seit vielen Jahren „einen leidenschaftlichen Einsatz für Hessens Kinder, Jugendliche und Eltern“. Für Darmstadt sei ihre Bereitschaft zur Kandidatur „eine großartige Chance“, sagte Marquardt.

SPD plädiert für den Bau von sieben neue Schulen in Darmstadt

Pfenning äußerte, sie würde als Schuldezernentin das Thema Gesundheit stärker in den Blick nehmen und Gesundheitsfachkräfte in allen Schulen etablieren. Angesichts der Corona-Krise und der negativen Auswirkungen auf die Kinder sollte auch mehr in die Schulpsychologie investiert werden. Außerdem will sie sich dem Schulneubau widmen. Darmstadt brauche fünf neue Grundschulen und zwei weiterführende Schulen.

Mit Verweis auf entsprechende Informationen der SPD-Fraktionsvorsitzenden äußerte Pfenning, dass es die Stadt in den vergangenen zehn Jahren „leider verschlafen“ habe, einen vollständigen Schulentwicklungsplan vorzulegen, was laut dem hessischem Schulgesetz zwingend alle fünf Jahre erfolgen müsse.

Wer wird neuer Schuldezernent oder Schuldezernentin in Darmstadt?

Nachdem am vergangenen Freitag die Bewerbungsfrist für den hauptamtlichen Stadtratsposten abgelaufen ist, hat der Wahlvorbereitungsausschuss am vergangenen Montag die eingegangenen Bewerbungen gesichtet.

Neben Pfenning wird sich am Donnerstagnachmittag vor Beginn der Stadtverordnetensitzung auch der 33-jährige Wirtschaftsinformatiker Holger Klötzner dem Ausschuss vorstellen.

Darmstadt: IT-Experte und Start-up-Unternehmer will Schuldezernent werden

Die Wahl erfolgt dann in geheimer Abstimmung während der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, die um 16 Uhr im Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadtium beginnt. Klötzner war im Mai von der Partei Volt, die in Darmstadt mit den Grünen und der CDU koaliert, zum Bundestagsdirektkandidaten gewählt worden, hatte dann aber seine Kandidatur wieder zurückgezogen.

Klötzner ist in Gießen geboren und in Wetzlar aufgewachsen. Er hat eine Ausbildung als Fachinformatiker abgeschlossen, anschließend Wirtschaftsinformatik studiert und als IT-Berater gearbeitet. Seit vier Jahren arbeitet er nach eigenen Angaben als Geschäftsführer in einem Gießener Start-up-Unternehmen, das sich mit der Digitalisierung der Pflegebranche beschäftigt. Zudem betreibt er den „Gießen Podcast“.

FDP Darmstadt: „Stadtratswahl ist ein Akt von Realpolitik“

Der FDP-Vorsitzende Leif Blum warf in einer Mitteilung der SPD vor, „einen nutzlosen politischen Popanz zur Dezernentenwahl“ zu veranstalten.

Die Wahl sei „ein Akt von Realpolitik“, weil von der Mehrheit ein politischer Beamter gewählt werde. „So funktioniert personelle Regierungsbildung nun einmal überall“, meint Blum.

Kommentar: Vor der Stadtratswahl in Darmstadt: Verfahren ist eine Farce

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