1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Stadt informiert über Neubau

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Bürger haben eine Reihe von Bedenken zur geplanten Flüchtlingsunterkunft in der Nähe der Akazienanlage geäußert. Bürgermeister Patrick Koch (SPD) sagte, er verstehe die Bedenken, machte aber deutlich, dass er an jedem anderen Standort in der Stadt ähnliche Ablehnung erwarte.

Bei einer Bürgerversammlung zur geplanten Flüchtlingsunterkunft in der Nähe der Akazienanlage im voll besetzten Pfungstädter Mühlbergheim haben Bürger Bedenken geäußert.

„Warum muss die Unterkunft ausgerechnet auf dem Schulweg von Kindern liegen? Warum hier an unserem Friedhof bei den Sportplätzen? Was wird aus den Ruhebänken für die älteren Leute aus dem Haus Hessenland?“, lauteten einige Bedenken, mit denen Bürgermeister Patrick Koch (SPD) konfrontiert wurde. Koch sagte, er verstehe die Bedenken, machte aber deutlich, dass er an jedem anderen Standort in der Stadt ähnliche Ablehnung erwarte.

Dem Vorwurf, die Stadt informiere zu spät über das Vorhaben, entgegnete Koch, es habe bereits bei einer Bürgerversammlung im November Infos dazu gegeben. Auch Fragen nach der tatsächlichen Nutzungsdauer des auf 10,5 Jahre verpachteten Geländes wurden geäußert sowie nach der Zuständigkeit für Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit in der Wohnanlage, die zum 1. Juli bezogen werden soll.

„Diese Menschen hatten vielleicht auch eine andere Lebensplanung, als politischer Flüchtling in Deutschland zu werden“, gab eine Dame zu bedenken. Daniela Ryschka, Leiterin des Sozialamts, berichtete von der ungewöhnlichen Spendenbereitschaft der Pfungstädter. Die SPD-AG 60 plus rief zu einer Spendenaktion nach der Veranstaltung auf. Walter Busch-Hübenbecker vom Netzwerk „Bunt gegen braun“ kündigte besonderes Engagement zum Schutz der Asylsuchenden an.

Auf dem Podium saßen zudem die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück (SPD), Vertreter der Schulen, des Investors sowie des rund 40-köpfigen Ehrenamtskreises in Pfungstadt. (eda)

Auch interessant

Kommentare