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Stadionumbau verzögert sich

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Traditionsreich, aber baufällig: Das Stadion Böllenfalltor in Darmstadt.
Traditionsreich, aber baufällig: Das Stadion Böllenfalltor in Darmstadt. © dpa

Der Geschäftsführer der Darmstädter Sportstätten GmbH (DSG), Rainer Burhenne, spricht von einem „komplexem Verfahren“. Einen genauen Termin für den Baubeginn nennt der Geschäftsführer der Darmstädter Sportstätten GmbH (DSG), Rainer Burhenne, nicht.

In welcher Liga der SV Darmstadt 98 in gut eineinhalb Jahren auch spielen wird – zum Saisonauftakt 2016/17 sollten die Lilien-Fußballspieler im neuen Stadion am Böllenfalltor anstoßen. So war bislang der Zeitplan. Dieser Termin ist aber wohl nicht zu halten. Denn bei der bislang eingeplanten Bauzeit von 18 Monaten müssten spätestens im Frühjahr 2015 die Arbeiten beginnen. Bis dahin können diese aber allenfalls ausgeschrieben werden.

„Baubeginn ist 2015“, versichert der Geschäftsführer der Darmstädter Sportstätten GmbH (DSG), Rainer Burhenne. Ein genaueres Datum nennt er zwar nicht. „Der Gesamtprozess des Umbaus ist nicht gefährdet“, stellt er aber klar. Er spricht von möglichen, aber „überschaubaren Verzögerungen“. Begründet seien sie in dem komplexen Verfahren. Unter anderem seien Fragen zur Finanzierung, zum Baurecht und wegen der Ausschreibung auch zu europäischem Recht zu klären. Dazu gebe es in kurzen Abständen tagende Projektgruppen. Ihr Ziel ist es, den Businessplan aufzustellen. In dem ist nicht nur die Finanzierung des auf 27 Millionen Euro bezifferten Projekts erfasst, auch alle anderen wichtigen Eckdaten finden sich darin. So müssen ein Verkehrskonzept, ein Lärmgutachten und der Stellplatznachweis ausgearbeitet werden.

Verein äußert Bedenken

Der Businessplan ist Voraussetzung für den weiteren Fortgang des Projekts. Ursprünglich für die Stadtverordnetenversammlung am vergangenen Dienstag angekündigt, soll das Papier jetzt zu den Sitzungen im Februar oder März vorliegen, wie Burhenne ankündigt.

Aus seiner Sicht ist der Businessplan nur ein Mosaikstein. In den vergangenen Monaten seien eine Reihe von Aufgaben erledigt worden, die wichtigste davon war für ihn, bis zum vergangenen Sommer das marode Stadion für die Zweite Bundesliga herzurichten. Mehr als zwei Millionen Euro wurden investiert, unter anderem in ein größeres Spielfeld mit Rasenheizung. Burhenne kann deshalb nicht verstehen, „dass jetzt rumgemeckert wird“.

Rüdiger Fritsch, Präsident des SV Darmstadt 98, ist grundsätzlich zufrieden. „Wir begrüßen es, dass die Stadt das Stadionprojekt angeht.“ Wenn sich die Fertigstellung des Umbaus jedoch hinauszögern sollte, „ist das nicht gerade vorteilhaft“. Er sieht den Verein auch im wirtschaftlichen Wettbewerb mit anderen Städten. Nürnberg, Kaiserslauten und Düsseldorf hätten eine ganz andere Infrastruktur zu bieten. „Das ist, als wenn Sie mit einem alten Fahrrad an einem Radrennen teilnehmen sollen. Je länger das dauert, desto anstrengender wird das“, so Fritsch. In einem Punkt hat er jedoch keine Bedenken: Die Lizenz für die nächste Saison sollte der Verein auch mit dem jetzigen Stadion erhalten. (rf)

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