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Stadion wird teurer

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Die Schätzungen fürs neue „Bölle“ werden übertroffen.
Die Schätzungen fürs neue „Bölle“ werden übertroffen. © Guido Schiek

Der Businessplan sieht 30,7 Millionen Euro für eine moderne Arena vor. Die Kosten übersteigen damit die bisherigen Schätzungen.

Der für den Umbau des Stadions am Böllenfalltor wegweisende Businessplan liegt nun vor. Nach den Beratungen im Magistrat gibt die Stadt bislang allerdings nur wenige Daten und Inhalte bekannt. Demnach soll der Umbau des Stadions am Böllenfalltor in eine modernen Ansprüchen genügende Arena 30,7 Millionen Euro kosten. Diese Zahl nennt der Businessplan für das Projekt, den der Magistrat beraten hat. Er ist die Voraussetzung, um nun das Bauleitplanverfahren umsetzen zu können.

Die Kosten übersteigen die bisherigen Schätzungen. In der im Jahr 2013 vorgelegten Machbarkeitsstudie waren noch 27,6 Millionen Euro eingeplant gewesen. Mit Steigerungen nach dem Baukostenindex und Ausgaben von rund 1,5 Millionen Euro zur Sicherstellung des laufenden Spielbetriebs in der Zweiten Fußball-Bundesliga wird der Preisanstieg begründet.

Folge ist ein Risikozuschlag, der unter anderem durch die Erbbauzinsen der Darmstädter Sportstätten GmbH und Co. KG (DSG) gegenfinanziert werden soll. Weitere Angaben über die Finanzierung der Bau- und Betriebskosten für das 18 098 Plätze fassende Stadion wollten am Freitag weder die Stadt noch DSG-Geschäftsführer Rainer Burhenne machen.

Keine Angaben über Erlöse

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ein großer Teil der Kosten sollte nach den bisherigen Plänen über Landeszuschüsse in Höhe von 14 Millionen Euro finanziert werden. Auch sind Kredite zur Finanzierung eingeplant. Für Zins und Tilgung wollte die Stadt bislang 500 000 Euro im Jahr zuschießen – den Betrag, der bislang fällig ist, um das marode Stadion betriebsfähig zu halten.

Betriebs- und Kreditkosten muss die DSG über Erlöse aus dem Betrieb, also den Vermietungen, vor allem an den SV 98, aber auch an Firmen decken. Zahlen dazu gab es am Freitag nicht. Burhenne verwies darauf, dass die Zahlen innerbetriebliche Daten seien. Dazu zählen offenbar auch Angaben über die Erlöspotenziale aus dem Verkauf von Karten und dem Catering.

Von dem Verkehrskonzept wurde am Freitag nur bekannt, dass zu den vorhandenen rund 300 Parkplätzen an dem Stadion 1000 zusätzliche auf dem benachbarten Gelände der Technischen Universität geschaffen werden sollen. (rf)

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