Darmstadt

Staatstheater Darmstadt ruft zum Heldensturz auf

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Auf dem Programm der neuen Spielzeit 2019/2020 des Staatstheaters Darmstadt stehen 29 Premieren, zwei Uraufführungen und zwei spartenübergreifende Projekte.

Das Staatstheater Darmstadt will die Besucher in der nächsten Spielzeit aufrütteln und mit heldenhaften Mythen aufräumen. Um „die Herzen langsam für neue, unbekannte Erzählungen öffnen zu können“, wolle man „mit einigen klassischen Heldenerzählungen in Dialog treten“, kündigte Intendant Karsten Wiegand am Freitag bei der Vorstellung des Programms an. Das klingt noch harmlos, denn Wiegand und die Direktoren der Sparten Oper, Schauspiel und Ballett wollen nächste Saison zum Heldensturz aufrufen. „Abschied von den Helden“ lautet denn auch das Motto der nächsten Spielzeit. „Wir hinterfragen unsere guten alten Opernstoffe und fragen nach der Notwendigkeit eines einzelnen Auserwählten, der die Probleme angeht“, sagte Operndirektorin Kirsten Uttendorf.

Geplant sind in der neuen Spielzeit 29 Premieren, darunter zwei Uraufführungen und zwei spartenübergreifende Projekte. Auch in mehreren Konzertreihen werden die Helden noch einmal auf- und wieder abtreten. Mit „Turandot“ steht am 31. August die erste Opern-Premiere der neuen Spielzeit auf dem Programm. Am 14. September folgt mit der Shakespeare-Tragödie „Othello“ die erste Schauspiel-Premiere.

Mit einer Neufassung des Balletts „Der Nussknacker“ wird Tim Plegge am 16. November die Saison des Hessischen Staatsballetts eröffnen. Der Titel des ersten spartenübergreifenden Projekts, das am 7. September zum ersten Mal aufgeführt ist, lautet „Körpertreffer“. Es handelt sich dabei um eine Produktion der Cocoon Dance Company und der Schauspielsparte des Staatstheaters.

Das erste Kammerkonzert steht am 5. September und die ersten Sinfoniekonzerte am 8. und 9. September auf dem Spielplan.

Die Premiere des Monodramas „Twice through the heart“ von Mark-Anthony Turnage und der Bernstein-Oper „Trouble in Tahiti“ ist am 20. September geplant. Premiere des Musicals „Catch me if you can“ ist am 21. September. Das Stück „Ödipus, Tyrann“ von Heiner Müller steht am 12. Oktober das erste Mal auf dem Spielplan. „Die Zauberflöte für Kinder“ – eine Kurzfassung der Mozart-Oper, bei der Intendant Wiegand und Dirk Schmeding Regie führen werden – wird am 21. Oktober aufgeführt. Premiere für die Beethoven-Oper „Fidelio“ ist am 26. Oktober. Bis Jahresende gibt es weitere Premieren am 1. November („Leonce und Lena“ von Büchner), am 17. November („Der Räuber Hotzenplotz“ von Preußler), am 23. November („Amy4Eva“, ein Auftragswerk von Dirk Laucke) und am 7. Dezember („Lucia di Lammermoor“ von Donizetti. 2020 wird vom 4. April an die Wagner-Oper „Lohengrin“ aufgeführt.

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