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Spurensuche im Fußball

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Von: Sigrid Aldehoff

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Ein Vortrag und eine Ausstellung erinnern an jüdische Sportler. Jüdische Fußball-Pioniere waren am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts an Vereinsgründungen wie Bayern München, Austria Wien oder Eintracht Frankfurt beteiligt.

Deutsche Fußballer jüdischen Glaubens stehen im Mittelpunkt einer Wanderausstellung und eines Vortrags, zu dem der Förderverein Liberale Synagoge und der SV Darmstadt 98 gemeinsam einladen. „Kicker, Kämpfer, Legenden – Deutsche jüdischen Glaubens im deutschen Fußball“ heißt die Ausstellung, in deren Rahmen der Fußball-Buchautor Dietrich Schulze-Marmeling über das Thema „Davidstern und Lederball…. Gegen das Vergessen über die jüdischen Traditionen des FC Bayern München und von Ajax Amsterdam“ referiert. Der Eintritt ist frei.

Ein weitestgehend verdrängtes Stück Fußball-Historie rückt Schulze-Marmeling laut Veranstalter ins Licht und zeigt auf, welche einst prägende Bedeutung Sportler und Funktionäre jüdischen Glaubens vor 1933 im deutschen und internationalen Fußball hatten.

„Jüdische Fußball-Pioniere waren am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts an Vereinsgründungen wie Bayern München, Austria Wien oder Eintracht Frankfurt beteiligt, sie verstärkten die Nationalmannschaft, heißt es weiter. Mit der Machtergreifung der Nazis wurde diese Kooperation mit aller Brutalität und in kürzester Zeit zerstört. Die deutsch-jüdischen Fußball-Akteure wurden aus ihrer Heimat vertrieben oder ermordet und aus der Geschichte des deutschen Fußballs herausgelöscht.

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