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Sprössler hat Rückhalt der SPD

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Die SPD signalisiert Zustimmung zur Kandidatur der Roßdörfer Bürgermeisterin Christel Sprössler um das Direktmandat bei der Bundestagswahl 2017. Die Nominierung ist im Oktober.

Der Vorschlag der Bundestagsabgeordneten Brigitte Zypries (SPD), die Roßdörfer Bürgermeisterin Christel Sprößler solle bei der Bundestagswahl 2017 statt ihrer als SPD-Direktkandidatin für den Wahlkreis 186 antreten, ist bei Sozialdemokraten im Landkreis positiv aufgenommen worden. Die Darmstadt-Dieburger Unterbezirksvorsitzende, Heike Hofmann, sieht damit gute Chancen, dass ihre Partei im September nächsten Jahres erneut das Direktmandat gewinnen kann.

Parteitag entscheidet im Oktober

Der Nominierungsparteitag ist für Oktober terminiert. In den vergangenen Jahrzehnten kam der Kandidat stets aus Darmstadt. Und das, obwohl die Kreis-SPD bei der Wahlkreiskonferenz aufgrund der Mitgliederzahlen deutlich mehr Vertreter stellt als der Darmstädter Unterbezirk. Dessen Vorstand hatte sich am Wochenende bereits für Sprößler ausgesprochen. Auch von der Kreis-SPD gibt es Rückhalt für die Roßdörferin. „Christel Sprößler ist eine kompetente Verwaltungschefin und Kommunalpolitikerin.

Sie ist über die Kreisgrenzen hinaus bekannt, sie kann den gesamten Wahlkreis repräsentieren“, sagt die Unterbezirksvorsitzende Heike Hofmann. Hofmann sähe einen Wechsel nach Berlin denn auch mit einem „weinenden und einem lachenden Auge“. Sie geht aber davon aus, dass Sprößler, die seit 2011 der Kreistagsfraktion vorsitzt und nach der Kommunalwahl im März die Koalitionsverhandlungen mit Grünen und FDP geführt hat, im Kreistag bleibt. Auch Landrat Schellhaas scheint sich sicher: „Wir verlieren niemanden. Sie bleibt Akteurin in der Fraktion.“

Für Christel Sprößler sind solche Entscheidungen noch zu früh. Sicher ist nur, dass sie das Bürgermeisteramt in Roßdorf abgeben müsste. Dann würde zunächst der Erste Beigeordnete Karlheinz Rück (parteilos) die Gemeindeverwaltung leiten, bis innerhalb von vier Monaten ein neuer Bürgermeister gewählt ist. Wer für die CDU fürs Bundestagsmandat antritt, steht noch nicht fest. (rf)

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