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OB spricht im Darmstadtium

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Beim Neujahrsempfang der Stadt hat Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) unter anderem an die Medien appelliert, sich nicht zurückzuziehen, wenn sie beschimpft würden („Lügenpresse“). Vor allem dürften sie politischen Krawallmachern keine Bühne geben.

Darmstadt ist eine prosperierende Stadt, die stolz auf ihre Errungenschaften sein kann. Das war der Tenor der Rede von Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) beim Neujahrsempfang der Stadt am Sonntagmorgen im Darmstadtium. Dennoch sprach Partsch in dem nahezu voll besetzten Saal auch Probleme an.

Nach den Anschlägen von Paris frage er sich, wie es den Muslimen gehe, die im Fernsehen Untaten von Islamisten registrieren müssten. „Wir dürfen uns nicht spalten lassen“, forderte Partsch, setzte aber auch hinzu: „Der Islam muss sich vom Islamismus befreien.“

Medien sollten sich nicht zurückziehen, wenn sie beschimpft würden („Lügenpresse“). Vor allem dürften sie politischen Krawallmachern keine Bühne geben. „Es ist nicht okay“, so Partsch, „wenn in einer ZDF-Talkshow im Hintergrund mehrfach der Schriftzug ,Dagida‘ auftaucht und ohne eigene Recherchen eine Stadt in Misskredit gebracht wird.“ In Darmstadt jedenfalls seien nicht nur ausländische Wissenschaftler, sondern auch Flüchtlinge und Asylbewerber willkommen, betonte Partsch.

So schön es sei, dass Darmstadt wegen seiner großen Anziehung auf junge Erwachsene als „Schwarmstadt“ gelte, werfe dies auch Probleme auf dem Wohnungsmarkt auf. Nachverdichtung, Klimaziele der Stadt und das Konzept der kurzen Wege müssten in Einklang gebracht werden.

Als Erfolge wertete Partsch, dass es gelungen sei, Unternehmen wie Döhler in der Stadt zu halten und dass Alnatura seinen Firmensitz in Darmstadt einrichte. „Das ist kein Zufall, denn alles, was wir tun, ist das Ergebnis republikanischer Besonnenheit“, sagte Partsch . (ryp)

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