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Sport auf dem Schulhof

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Landrat Thomas Will kickte mit den Schülern.
Landrat Thomas Will kickte mit den Schülern. © Alexander Heimann

Schüler und Vereine können den Schulhof mit Toren und Weitsprunganlage des Mittelstufentraktes der Prälat-Diehl-Schule nutzen.

Lange vorbei ist die Zeit, als die Schule mittags aus war und die Kinder nachmittags auf kaum befahrenen, dörflichen Straßen hüpften, sprangen und Ball spielten. Um Sport- und Bewegungsfreude über den Schulunterricht hinaus anzufachen und räumlich zu ermöglichen, braucht es heute Konzeptionen, bei denen Schulen und ihre Fördervereine, Sport-und Gesundheitsämter sowie Architekten an einem Strang ziehen.

Dass dies im Kreis Gross-Gerau gepflegt und gefördert wird, unterstrich Landrat Thomas Will (SPD) jetzt auf dem Schulhof des Mittelstufentraktes der Prälat-Diehl-Schule (PDS). Ein seit 2013 geplantes, multifunktionales Sportfeld von 2800 Quadratmetern – „Wir wollten keinen Schnellschuss, sondern durchdachte Planung“ – wurde offiziell eröffnet. „Bewegungsfreundliche Schulhöfe sind kreisweit ein großes Thema“, so Will, der im sportlichen Dress auf dem Fahrrad vom Kreishaus herübergesaust war.

Um „Schulhöfe als Orte der Bewegungsfreude“ in den Schulalltag zu integrieren, arbeiteten im Kreis die Fachabteilungen Sport, Gebäudemanagement und Schule bereits seit 2006 zusammen, berichtete Will. „Qualifizierter Sportunterricht mit besten räumlichen Voraussetzungen ist ein wichtiger Beitrag, um mit attraktiven Angeboten auch darüber hinaus zu Bewegung und körperlichem Ausgleich zu verlocken“, freute sich der Landrat über das Gelände.

Andrea Sliwka, die beauftragte Büttelborner Architektin, stellte den mit Allwetter-Kunststoffbelag ausgestatteten Platz detailliert vor: Kleinspielfelder, Fußballtore sowie Basketballkörbe und ein einfach zu spannendes Volleyballnetz, flankiert von einer 50-Meter-Rundlaufbahn und einer Weitsprunganlage eröffnen vielfältige Nutzung. „Toben, Klettern, Hüpfen, Rennen, Teamsport – hier ist ein attraktives Gelände mit vielen Sport-und Spieloptionen entstanden“, so Andrea Sliwka.

Die Schüler als Zielgruppe seien ebenso in die Planung einbezogen gewesen wie Lehrer, Eltern und Anwohner. Es ging darum, möglichst alle Bedarfe zu berücksichtigen und im Siedlungskontext zu bauen, betonte die Architektin. Tatsächlich winkte just in dem Moment ein Anwohner gut gelaunt zu den Schülern herüber, die den Platz mit einem Fußballmatch in Besitz nahmen. Elanvoll gab Landrat Thomas Will dabei den Torhüter ab.

Sportstunden beginnen direkt vor der Tür

Michael Montag, Leiter der Prälat-Diehl-Schule, lobte den „mustergültigen Planungsprozess“ für das Sportfeld und dankte allen Beteiligten. „Zuvor war hier ein Bolzplatz, der weniger Rasen als Matsch aufwies. Wisch-Mob und Besen standen in den Klassenräumen bereit, um für relative Sauberkeit der Böden zu sorgen“, berichtete er.

Und auch der Hausmeister der Schule, Hans-Günter Schwinn, konnte ein Lied von verschmutzten Flur- und Treppenböden singen. „Fuß- und Volleybälle können die Schüler nun in den Pausen und während Freistunden auch ausleihen“, sagte er.

600 Schüler der PDS-Mittelstufe sowie in Absprache auch Vereine können künftig auf dem Sportfeld bei jedem Wetter aktiv sein, wobei Michael Montag sich auch darüber freut, dass die Schüler jeweils 20 Minuten mehr von der Sportstunde haben: „Wir mussten vorher immer den langen Weg in den Sportpark zurücklegen.“ (eda)

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