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Spezialfirma mäht die Grube

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Die kanadische Wasserpest hat sich in Ufernähe ausgebreitet. Um Panik bei Schwimmern zu verhindern, ist die harmlose Pflanze nun abgemäht worden.

In der Grube Prinz von Hessen sind die Wasserpflanzen, speziell die Kanadische Wasserpest, in diesem Sommer erneut üppig gewachsen. Um die weitere Ausbreitung einzudämmen, hat die Reichenbacher Firma Röder im Auftrag des Darmstädter Grünflächenamts mit einem speziell ausgerüsteten Boot die Schlingpflanzen gemäht. Anfang des Monats war die Firma bereits im Woog im Einsatz, um auch dort die wuchernden Wasserpflanzen zu kürzen. Die Kanadische Wasserpest ist trotz ihres bedrohlich klingenden Namens ein harmloses Gewächs, das für Menschen ungefährlich ist.

Kosten von rund 2500 Euro

Dennoch gibt es zahlreiche Badegäste, denen der Körperkontakt mit den bis zu drei Meter langen, tentakelartigen und krautigen Ärmchen der Pflanze beim Schwimmen unangenehm ist. Die Stadt erklärte dazu, mit der Mähaktion sollten „mögliche Panikreaktionen von Schwimmern mit gefährlichen Folgen“ vermieden werden. Die Wasserpest war nach Beobachtungen des Grünflächenamts im vergangenen Sommer erstmals in der Grube aufgetreten – vermutlich haben Wasservögel sie eingeschleppt. Die Wasserpest gibt es in vielen Seen und Fließgewässern in Südhessen. Beseitigt wurden die Schlingpflanzen nun erneut in Ufernähe rings um den Badestrand. Am gegenüberliegenden westlichen Ufer sowie im Süden und Norden des Sees blieben die Pflanzen stehen. Die Mähaktion kostet nach Angaben der Stadt rund 2500 Euro.

Wasserpflanzen wie die Kanadische Wasserpest sind für die Wasserqualität eines Sees eigentlich gut. Deshalb sollten Röder-Firmenchef Arno Händschke zufolge in einem See nie alle Wasserpflanzen beseitigt werden. Nehmen die Pflanzen allerdings überhand, erhält ein Gewässer zu wenig Licht. Gleichzeitig bilden sich zu viele Faulstoffe durch absterbende Pflanzen. Deshalb, so Händschkes Rat, sollte man immer einen Mittelweg finden. (joni)

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