Kreis Groß-Gerau

Zukunft der Klinik weiter unklar

Parlament entscheidet am 10. Oktober über Verfahren.

Der Kreis Groß-Gerau fährt in Sachen Klinik weiter zweigleisig. Der Kreisausschuss hat jetzt eine Vorlage auf den Weg gebracht, über die der Kreistag in seiner Sondersitzung am Montag, 10. Oktober, entscheiden muss. Zum einen soll das mit den strategischen Partnern abgestimmte Medizinkonzept weiterverfolgt werden. Zum anderen will der Kreis beim Land vorsorglich Fördergelder aus dem Krankenhausstrukturfonds zur Auflösung der Klinik beantragen.

Landrat Thomas Will (SPD) kündigte an, dass der von der Beratungsfirma Andree Consult zur Verfügung gestellte Reinhold Linn ab 1. November die Leitung der Klinik übernimmt. Er tritt die Nachfolge von Tobias Bruckhaus an, der Groß-Gerau nach zwei Jahren in Richtung Leipzig verlässt.

Als eigenständiges Krankenhaus hat Groß-Gerau angesichts einer sich verändernden Gesundheitslandschaft keine Überlebenschance. Mit den Kliniken in Darmstadt und Rüsselsheim sowie der Vitos-Klinik in Riedstadt soll die Kreisklinik zu einem Zentrum für Altersmedizin unter Beibehaltung von Abteilungen der Akutversorgung in einem rund 50 Millionen Euro teuren Neubau entwickelt werden. Hoffnung schöpft Will aus einem Schreiben des Sozialministeriums, wonach das Konzept grundsätzlich für interessant gehalten werde. (mz)

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