Gross-Gerau

Sauer will mit ins Wirtschaftsministerium

Bürgermeister Sauer unterstützt ein Treffen mit Wirtschaftsmini Tarek Al-Wazir zur Umgehung Dornheim. Sauer findet, man müsse jetzt klären, warum sich die Kosten-Nutzen-Bewertung so sehr verschlechtert hat.

Groß-Geraus Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) wird an dem Gespräch teilnehmen, das der Runde Tisch zur Ortsumgehung Dornheim mit Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir führen will. Wie Sauer erklärte, müsse die geplante Dornheimer Umgehung (B44) wieder in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen werden. Er wolle mit jedem reden, „der uns dabei unterstützen kann“.

Das Straßenbauprojekt wird im Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans nur noch in der Rubrik „Weiterer Bedarf“ geführt. Bleibt es dabei, ist nicht damit zu rechnen, dass der Bund die nötigen Finanzierungsmittel bereitstellt. Da der neue Bundesverkehrswegeplan alle Projekte bis zum Jahr 2030 beschreibt, wäre dies wohl das Aus für die Umgehungsstraße.

Sauer sagte, man müsse jetzt klären, warum sich die Kosten-Nutzen-Bewertung so sehr verschlechtert habe, dass die Straße aus dem vordringlichen Bedarf herausgenommen wurde. Zwar hätten sich die Kosten im Laufe des Planungsverfahrens unter anderem wegen Umweltauflagen verdoppelt.

Entwurf soll geändert werden

Doch sei die Dringlichkeit des Projekts in seinen Augen erheblich unterbewertet. Hier müsse man ansetzen, wenn man die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums korrigieren wolle.

Die Abgeordneten aus dem Kreis Groß-Gerau in Landtag und Bundestag hatten übereinstimmend erklärt, sie wollten sich im Beratungsverfahren dafür einsetzen, dass der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans bei der B-44-Umgehung verändert wird. Dazu ist noch bis Mai Zeit.

Der Landtagsabgeordnete Gerald Kummer (SPD) hatte bereits vor Veröffentlichung des Entwurfs zu einem Runden Tisch eingeladen. Ergebnis des ersten Treffens ist die Ankündigung, Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) als Unterstützer des Projekts gewinnen zu wollen. Kummer äußerte die Hoffnung, dass auch Groß-Geraus Bürgermeister an einem Gespräch mit dem Minister teilnehmen werde, um das man sich nun bemüht.

Sauer war der Einladung an den Runden Tisch nicht gefolgt, will nun aber mit ins Wirtschaftsministerium gehen. Einen Termin für das Gespräch gibt es noch nicht. (ers)

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