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Derzeit können auf dem Pali-Parkplatz nur einige wenige Autos abgestellt werden.

Darmstadt

280 Radstellplätze nötig

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Im Streit um Fahrradtürme sucht Baustadträtin Barbara Boczek (Grüne) das Gespräch mit den Anliegern des Pali-Parkplatzes.

Im Streit um die auf dem Pali-Parkplatz in der Darmstädter Innenstadt geplanten Fahrradtürme hat Baudezernentin Barbara Boczek (Grüne) Gesprächsbereitschaft seitens der Stadt erkennen lassen. Während der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend bekräftigte Boczek, dass es notwendig sei, nur wenige Schritte vom zentralen Luisenplatz entfernt eine solche Abstellanlage für Fahrräder zu errichten. Nachdem mehrere Ladenbesitzer, die um ihre mit dem Auto ankommende Kundschaft fürchten, gegen die Pläne protestiert hatten, hatte Boczek die Magistratsvorlage zurückgezogen. Sie wurde daher nicht im Stadtparlament abgestimmt. Allerdings hatte die SPD zu dem Thema eine Große Anfrage gestellt.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Siebel kritisierte, über die Magistratsvorlage sei „nicht ordentlich kommuniziert worden“. Mit der Bürgerbeteiligung nehme es die Stadträtin offenbar nicht ernst, was diese jedoch zurückwies.

Boczek räumte ein, zu der Anfrage lägen ihr noch nicht alle Antworten vor. Sie könne aber bereits sagen. dass bei Zählungen herausgekommen sei, dass es im Stadtzentrum einen Bedarf an 280 Radabstellplätze gebe. Es seien auch bereits vor drei Jahren alle freien Plätze und Flächen überprüft worden, ob Fahrradtürme dort errichtet werden könnten. Der Pali-Parkplatz habe sich als einziger Standort herausgestellt. Skeptisch äußerte sich Boczek dazu, Radabstellplätze in Tiefgaragen einzurichten. Sie kündigte zudem Gespräche mit den Anliegern des Pali-Parkplatzes an. Gegebenenfalls, so Boczek, werde die Vorlage auch modifiziert.

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