Walldorf

Ein Manager für die Sanierung

Ein Sanierungsmanager soll helfen ein ganzes Wohnquartier energetisch zu modernisieren. Der Umweltausschuss stimmt für den Koordinator.

Im Norden von Walldorf soll ein ganzes Wohnquartier energetisch modernisiert werden. Der Magistrat möchte dafür einen Sanierungsmanager einstellen, der Gebäudedämmung, Solaranlagen, Blockheizkraftwerke und Nahwärmeversorgung auf den Weg bringt. Im Umweltausschuss stimmte die Koalition aus SPD und Grünen dem Vorhaben zu. Die Opposition meldete Bedenken an.

Das Quartier erstreckt sich nördlich vom Festplatz über rund 32 Hektar bis zur Feuerwehr und reicht im Osten bis an die Kelsterbach

er Straße heran. Rund 1150 Menschen leben dort, viele der Häuser müssen energetisch saniert werden. Bei der Umsetzung soll ein Sanierungsmanager helfen. Die Opposition sah das aber skeptisch.

„Wozu brauchen wir einen Sanierungsmanager“, fragte Günter Schork (CDU). Er hält die Finanzierung der Stelle für nicht ausreichend geklärt. Vor allem der städtische Anteil an den Personalkosten sei offen. In der Vorlage heißt es, dass ein Sanierungsmanager über einen Zeitraum von drei Jahren mit bis zu 65 Prozent von der KfW-Bank gefördert wird. Die Stadt habe jährliche Personalkosten von rund 22000 Euro zu tragen.

Auch die DKP/Linke Liste zweifelte an der Notwendigkeit eines Sanierungsmanagers. Die Stelle koste die Stadt Geld, was letztlich umgesetzt werde, sei offen, erklärte Fraktionsvorsitzender Gerd Schulmeyer. Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) hielt dagegen, wenn ein Sanierungsmanager sich des ganzen Quartiers annehme, seien die Synergieeffekte deutlich größer, sagte Becker. Am Dienstag (2. Februar) tagt dazu die Stadtverordnetenversammlung. (eda)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare