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Die Erich-Kästner-Schule in Darmstadt-Kranichstein wird derzeit für rund elf Millionen Euro erweitert und erhält einen Technikraum.
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Die Erich-Kästner-Schule in Darmstadt-Kranichstein wird derzeit für rund elf Millionen Euro erweitert und erhält einen Technikraum.

Darmstadt

SPD macht Druck bei der Digitalisierung der Schulen in Darmstadt

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Erst bis 2024 sollen alle Darmstädter Schulen mit WLAN ausgestattet werden. Bürgermeister und Schuldezernent Rafael Reißer (CDU) verweist auf erforderliche bauliche Eingriffe, für die das Immobilienmanagement der Stadt zuständig sei.

Ergänzte Fassung vom Freitag, 08.01.2021, 8.00 Uhr: Die Darmstädter SPD will noch vor der Kommunalwahl im März die schleppende Ausstattung der Schulen mit einer digitalen Infrastruktur in den städtischen Gremien zum Thema machen. Das haben der Fraktionsvorsitzende Michael Siebel und Tobias Reis, der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung, im Gespräch mit der FR angekündigt.

Die Sozialdemokraten halten es für unzureichend, dass laut dem im vorigen Herbst beschlossenen Medienentwicklungsplan der Stadt nur ein Drittel der Darmstädter Schulen mit WLAN ausgestattet ist. Hier müsse der Schuldezernent, Bürgermeister Rafael Reißer (CDU), „mehr Druck machen“, um bauliche Veränderungen voranzubringen, meint Reis. Wie die Beantwortung einer Großen Anfrage der SPD durch Reißer ergeben hat, gibt es in der Stadt auch einen erheblichen Bedarf an Unterstützung für die IT-Ausstattung der Schulen durch entsprechende Fachkräfte.

WLAN an allen Schulen in Darmstadt erst bis 2024

Laut Reißer sollen erst bis 2024 alle Darmstädter Schulen im Rahmen des Digitalpakt-Förderprogramms mit WLAN ausgestattet sein. Ambitionierter ist etwa der benachbarte Landkreis Darmstadt-Dieburg. Laut einer Mitteilung des Kreises sollen bereits bis zum Sommer alle weiterführenden Schulen sowie die Grund- und Förderschulen WLAN erhalten. Darüber würden bis Februar fünf Modellschulen fast vollständig auf Unterricht mit interaktiven Tafeln und Tablets umgestellt.

Als Grund für die schleppende Ausrüstung nennt Reißer die an vielen Schulen erforderlichen „baulichen Eingriffe in die Gebäudesubstanz zur Schaffung einer strukturierten Erdverkabelung“. Für die Realisierung sei das Immobilienmanagement der Stadt zuständig, schreibt Reißer.

Fast alle Schulen in Darmstadt an das Glasfasernetz angeschlossen

Nach Angaben von Bürgermeister Reißer verfügen „alle Darmstädter Schulen über eine Bandbreite, mit der Anwendungen über das Internet genutzt werden könnten. 2018 waren nach den Worten Reißers rund 30 Prozent der Darmstädter Schulen an das Glasfasernetz der Stadtverwaltung angeschlossen, um hierüber mit breitbandigem Internet versorgt zu werden.

Seit Sommer 2019 seien dann von den städtischen IT-Abteilung in einem großen Projekt ein großer Teil der verbleibenden Schulen an das städtische Glasfasernetz angeschlossen worden.

Anfang Dezember 2020, als die SPD-Anfrage in der Stadtverwaltung bearbeitet wurde, hieß es, „in den nächsten Wochen“ würden noch die Glasfaseranschlüsse an der Stadtteilschule Arheilgen, der Friedrich-Ebert-Schule, der Ludwig-Schwamb-Schule, der Wilhelm-Hauff-Schule sowie die Außenstelle Herrmannstraße der Mornewegschule fertiggestellt.

Schnelles Internet noch nicht an allen Schulen in Darmstadt

Reißer zufolge wären danach nur noch drei Schulstandorte nicht an das städtische Glasfasernetz angeschlossen: Die Heinrich-Hofmann-Schule soll erst am neuen Standort an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Die Außenstelle Martinstraße der Alice-Eleonoren-Schule wird laut Reißer „perspektivisch aufgegeben“. Zudem wären die Kosten einer Anbindung „extrem hoch“. Und für die Andersenschule sind nach Angaben des Schuldezernenten wegen ihrer Lage und der Entfernung zum städtischen Glasfasernetz noch „umfangreiche Planungen und Vergaben nötig“, um die Schule an das Glasfasernetz anzubinden.

Auf die Frage der SPD, wo es noch bauliche Schwierigkeiten gebe, die das Verlegen von Glasfaserkabeln erschwerten, antwortete Reißer, der bisherige Standort der Wilhelm-Hauff-Schule werde erst nach der Kernsanierung der Schule abschließend an das Glasfasernetz angeschlossen, der Interimsstandort jedoch direkt.

Erich-Kästner-Schule in Kranichstein wird erweitert und technisch modernisiert

Zum anderen, berichtete Reißer, liege zwar auf dem Grundstück der Erich-Kästner-Grundschule in Kranichstein bereits das Glasfaserkabel. Die abschließende Montage könne jedoch erst erfolgen, wenn im laufenden Umbau der neue Technikraum errichtet worden sei, was jedoch inzwischen der Fall ist. Derzeit steht der Schule somit noch keine leistungsfähigere Internetverbindung zur Verfügung.

Der Darmstädter Magistrat hat unterdessen jüngst beschlossen, den Risikozuschlag für die Errichtung des Erweiterungsbaus der mit rund 600 Schülerinnen und Schülern größten Darmstädter Grundschule auszuschöpfen und die Infrastruktur des gesamten Komplexes der Erich-Kästner-Schule technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Dies betreffe vor allem die Daten- und Medientechnik, deren Bedeutung gerade jetzt deutlich geworden sei, sowie den Klimaschutz, heißt es in einer Mitteilung.

In den Umbau und die Erweiterung der Erich-Kästner-Schule wird die Stadt nun knapp elf Millionen Euro investieren.

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