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SPD-Frauen wollen mitmischen

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Ulrike Schmidbauer fordert Hanno Benz heraus.
Ulrike Schmidbauer fordert Hanno Benz heraus. © privat

Konkurrenz für männliche Landtags-Direktkandidaten: Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen schickt zwei eigene Kandidatinnen ins Rennen um die Wahlkreise 49 und 50.

Bevor überhaupt der Termin für die hessische Landtagswahl feststeht, zeichnet sich in der Darmstädter SPD ein Ringen um die Direktkandidatur in den Wahlkreisen 49 (Darmstadt Nord) und 50 (Darmstadt Süd) ab.

Ende August hatte sich der Unterbezirksvorstand für den Fraktionsvorsitzenden Hanno Benz (40) und den Landtagsabgeordneten Michael Siebel (55) ausgesprochen. Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) gab nun bekannt, zwei eigene Kandidatinnen ins Rennen zu schicken.

Monika Bradna (52), langjährige Stadtverordnete und selbst Mitglied im Unterbezirksvorstand, will im Wahlkreis 49 gegen Michael Siebel antreten, als Stellvertreterin steht die Architektin Ulrike Poth bereit. Im Wahlkreis 50 macht Ulrike Schmidbauer Hanno Benz Konkurrenz. Der gemischte Wahlkreis 50 ist besonders umkämpft, weil er nicht nur die südlichen Stadtteile Heimstättensiedlung, Bessungen und Eberstadt umfasst, sondern auch die Landkreis-Kommunen Roßdorf, Ober-Ramstadt, Mühltal und Modautal. Die Landkreis-Genossen haben mit dem Roßdörfer SPD-Vorsitzenden Herbert Dobner ebenfalls einen eigenen Bewerber vorgeschlagen. Mit Bradna sind es jetzt schon drei.

„Es ist höchste Zeit für mehr Frauen im Hessischen Landtag“ – das ist das Motto der SPD-Frauen, die nun eine Kampfkandidatur wagen. „Es hat keinen Sinn, immer nur zu fordern, dass es mehr Frauen im Landtag geben muss. Man muss auch einfach mal etwas tun“, sagt die 53 Jahre alte Ökotrophologin Schmidbauer.

Sie fürchtet nicht um das Image ihrer Partei, wenn es intern mehrere Bewerber gibt: „Die SPD ist eine demokratische Partei, da kann es mehrere Bewerber geben. Wenn die Entscheidung gefallen ist, werden wir wieder alle an einem Strang ziehen.“ Monika Bradna begründet ihre Motivation so: „Michael Siebel macht seit vielen Jahren gute Arbeit, aber es gibt auch andere, die die Arbeit genauso gut oder vielleicht sogar besser können.“ (ers.)

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