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Sparkasse will Filialen bündeln

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Auf dem Gelände des früheren Tengelmann-Marktes will die Kreissparkasse bauen.
Auf dem Gelände des früheren Tengelmann-Marktes will die Kreissparkasse bauen. © Sebastian Schwappacher

Neubau in der Aschaffenburger Straße geplant.

Die Kreissparkasse Groß-Gerau möchte in Mörfelden-Walldorf mit ihrer Filiale von der Langstraße in die Aschaffenburger Straße umziehen. Bis dahin sind keine Filialschließungen vorgesehen. Danach sollen in der Langstraße aber nur noch die Selbstbedienungs-Automaten verbleiben.

Die Parkplätze in der engen Langstraße sind begrenzt, weshalb die Kreissparkasse das brachliegende Grundstück in der Aschaffenburger Straße 9 ins Auge gefasst hat, erklärte Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) bei einem Pressegespräch. In der Vergangenheit hatte Tengelmann dort einen Supermarkt betrieben, seit der Schließung steht das Gebäude leer.

Die Kreissparkasse plane, ein vierstöckiges Gebäude zu errichten, erläuterte Becker. Im Erdgeschoss soll die neue Filiale einziehen, in den restlichen Stockwerken sind Wohnungen vorgesehen. Da das Areal derzeit aber als Gewerbegebiet ausgewiesen sei, müsse zuvor der Bebauungsplan geändert werden. Eine entsprechende Vorlage hat der Magistrat bereits verabschiedet. In der nächsten Sitzungsrunde wird das Parlament darüber abstimmen.

Aufwertung des Geländes

Bürgermeister Becker hofft, das Verfahren noch in diesem Jahr abschließen zu können, damit Ende 2015 der Bauantrag gestellt werden kann. Im nächsten Jahr könnten dann die Arbeiten beginnen.

Der geänderte Bebauungsplan soll nicht nur die Aschaffenburger Straße 9 betreffen, sondern auch die angrenzenden Grundstücke als Mischgebiet ausweisen, in dem sowohl Gewerbe als auch Wohnungen zulässig sind. Für das nähere Umfeld gelte diese Regelung bereits, weshalb die geplanten Veränderungen kein Problem darstellen, so der Verwaltungschef. Die Kosten für das Verfahren sind in der Vorlage mit maximal 26 000 Euro angegeben, die von der Kreissparkasse getragen werden.

Bis die neue Filiale in der Aschaffenburger Straße geöffnet hat, soll sich an der aktuellen Situation nichts ändern. Danach ist geplant, den Standort in der Waldenserstraße aufzugeben und in der Langstraße nur noch Geld- und Kontoauszugsautomaten anzubieten. Wie Becker erklärte, habe die Kreissparkasse der Stadt aber zugesagt, dass in der Langstraße weiterhin Kundenberater zur Verfügung stehen, allerdings nur nach Terminvereinbarung und für ältere Menschen, die Probleme mit der Mobilität haben.

Becker zeigte Verständnis für die Pläne der Kreissparkasse. Durch Onlinebanking werde der Filialbetrieb unter Druck gesetzt, weshalb sich das Geldinstitut auf einen Standort in Walldorf konzentrieren wolle, zumal die Parkplatzsituation in der Langstraße angespannt sei. Der Bürgermeister hob als positiven Effekt eine Aufwertung des ehemaligen Tengelmann-Geländes hervor, das derzeit keinen schönen Anblick biete. Mit einem modernen Gebäude und einem gepflegten Außengelände werde das Grundstück in der Aschaffenburger Straße deutlich attraktiver, so Becker abschließend. (eda)

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