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Sparkasse Darmstadt trotzt der Corona-Krise

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Von: Annette Schlegl

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Im ersten Quartal 2023 wird es neben dem Sparkassen-Hauptsitz am Luisenplatz auch einen neunstöckigen Verwaltungssitz an der Rheinstraße geben. Foto: Jens Joachim
Im ersten Quartal 2023 wird es neben dem Sparkassen-Hauptsitz am Luisenplatz auch einen neunstöckigen Verwaltungssitz an der Rheinstraße geben. © Jens Joachim

Die Sparkasse Darmstadt ist gut durch die Pandemie gekommen: Sie bilanziert 4,54 Prozent Wachstum – unter anderem, weil die Kundschaft mehr Geld auf dem Girokonto hat.

Dass die Bürger und Bürgerinnen in der Pandemie weniger für ihren Konsum ausgegeben und ihr Geld zusammengehalten haben, hat der Sparkasse Darmstadt einen erfolgreichen Jahresabschluss beschert. Ihre Bilanzsumme ist im Vorjahr um 4,54 Prozent auf 5,76 Milliarden Euro gewachsen. Auch das sehr gute Kreditgeschäft hat zu diesem Plus beigetragen: Die Sparkasse bewilligte neue Kredite im Wert von 880 Millionen Euro – 21,84 Prozent mehr als im Jahr 2020. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Wohnbaudarlehen im gewerblichen Bereich.

Die Giro- und Tagesgeldkonten der Kunden und Kundinnen sind gut gefüllt. Sie hatten im Vorjahr insgesamt 4,6 Milliarden Euro auf ihren Konten. Obwohl es darauf so gut wie keine Zinsen gibt, wanderte nur wenig Geld in andere Anlageformen. „Die Kunden investieren zwar in Wertpapiere, belassen den größeren Teil aber auf ihrem Girokonto“, so Vorstandsvorsitzender Sascha Ahnert. Dennoch hat sich das Wertpapiergeschäft für die Sparkasse gut entwickelt. „Die Kundschaft wählt ihre Aktien oder Fonds nicht mehr nur nach Rentabilität aus, sondern auch danach, wie nachhaltig und grün die Geldanlagen sind“, erklärte er.

Mit 2,1 Millionen Euro wurden im Vorjahr Vereine und gemeinnützige Institutionen gesponsert. Die Niedrigzinsphase macht der Sparkasse allerdings genauso wie anderen Kreditinstituten zu schaffen. Die Zinserträge sind um 2,95 Prozent zurückgegangen, lagen im Vorjahr bei 78,9 Millionen Euro (2020: 81,3 Millionen Euro).

Der Sparkassen-Bus, eine rollende Filiale, werde gut angenommen, sagte Vertriebsvorstand Jürgen Thomas. 27 Haltestellen werden aktuell angefahren. Gleichzeitig müssen sich die Kund:innen darauf einstellen, dass das Geschäftsstellennetz weiter ausgedünnt wird. 26 Filialen sind derzeit noch besetzt, vier davon in Kooperation mit der Volksbank Darmstadt.

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