Darmstadt

Sparkasse Darmstadt speckt ab

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Die Darmstädter Sparkasse will ihre Verwaltungsstandorte in der Stadt von sieben auf zwei reduzieren. Geplant ist auch ein Neubau, der bis Ende des Jahres 2021 bezugsfertig sein soll.

Die Sparkasse Darmstadt will ihre derzeit sieben Verwaltungsstandorte in Darmstadt an zwei Standorten konzentrieren. Vorstandschef Sascha Ahnert teilte am Donnerstag bei der Präsentation der Geschäftsbilanz für das vergangene Jahr mit, ein entsprechendes Grundstück sei bereits gekauft worden. Es liege drei Kilometer von der Zentrale am Luisenplatz, die erhalten bleibt, entfernt. Den genauen Standort wollte Ahnert auch auf Nachfrage nicht nennen.

In dem neuen Verwaltungsgebäude, das bis Ende 2021 bezugsfertig sein soll, sollen mehrere Stabsbereiche sowie die Geschäftsbereiche, die nicht unmittelbar mit Kundenkontakt betraut sind, angesiedelt werden. Die derzeit genutzten Räume etwa an der Grafenstraße, Am Alten Landtag, in der Siedlung Tann oder in einem mehrgeschossigen Gebäude an der Hügelstraße will das Unternehmen aufgeben. Das Filialnetz sei von der geplanten Bündelung der Verwaltungsstandorte nicht betroffen, sagte Ahnert.

Das Geschäftsjahr 2018 bezeichnete Ahnert als ein „Jahr des Umbruchs“. Ende April habe sich in Hand-Werner Erb ein langjähriges Mitglied der Geschäftsleitung in den Ruhestand verabschiedet, der Vorstand wurde von drei auf zwei Mitglieder – neben Ahnert gehört Vertriebsvorstand Jürgen Thomas dazu – verkleinert. Zudem wurde eine zweite Führungsebene mit vier Direktoren installiert, von denen zwei bei Bedarf die beiden Vorstandsmitglieder vertreten können.

5 Millionen an Kommunen

Ahnert sagte, es sei „gelungen, sich unter den besten Sparkassen in Hessen und Thüringen zu behaupten“. Gegen den Trend setze das Institut seine Wachstumsstrategie fort. Die Bilanzsumme verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um viereinhalb Prozent auf 4,63 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis nach Einrechnung diverser Bewertungsergebnisse betrug 42,4 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss lag wie im Vorjahr bei 16 Millionen. Und an die Stadt und den Landkreis werden abermals fünf Millionen Euro ausgeschüttet. Darüber hinaus unterstützte die Sparkasse Darmstadt im vorigen Jahr mit Sponsoring und Spenden in Höhe von insgesamt 1,8 Millionen Euro zahlreiche gemeinnützige Einrichtungen in der Region,

Um einen Euro zu erwirtschaften, musste die Sparkasse im 58,9 Cent aufwenden; 2017 waren es noch 56,8 Cent gewesen. Bei den Kundenkrediten stieg das Volumen um mehr als zehn Prozent auf rund 3,66 Milliarden Euro. Und im Zweijahresvergleich ist das Kundenkreditvolumen um rund 600 Millionen Euro oder um fast 20 Prozent gestiegen. Der Bestand der klassischen Kundeneinlagen entwickelte sich hingegen mit einem Plus von nun rund 3,8 Milliarden Euro eher verhalten. Derzeit verwaltet die Sparkasse knapp 154 000 Girokonten.

Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich 2018 um vier auf 794. Die Zahl der Geschäftsstellen inklusive der Selbstbedienungsterminals blieb mit 45 konstant. Schließungen von Geschäftsstellen sind laut Ahnert nicht geplant.

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