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Die Sanierung der Trogwände an der Bundesstraße 26 erhitzt die Gemüter.

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Sommerliches Bohei

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Die Komplettsanierung des Trogs wird verschoben, das Bauwerk soll im nächsten Jahr nur notdürftig ausgebessert werden. Und das ist auch gut so.

Die ursprünglich für das nächste Jahr geplante Sanierung der Trogwände an der Bundesstraße 26 im Darmstädter Osten hat in den vergangenen Tagen etliche Gemüter in Darmstadt und im benachbarten Landkreis Darmstadt-Dieburg übermäßig erhitzt. Da galt es zunächst, einen kühlen Kopf zu bewahren, auch wenn zahlreiche Politiker und Initiativen meinten, sich künstlich echauffieren zu müssen.

Nach einigen Tagen dieses hochsommerlichen Boheis stellt sich nun heraus: Die Komplettsanierung des Trogs wird verschoben, das Bauwerk soll im nächsten Jahr nur notdürftig ausgebessert werden. Und das ist auch gut so.

Allerdings darf die Frage gestellt werden, warum es Initiativen gleich mehrerer politischer Akteure bedurfte, bis auch die hessische Straßenbauverwaltung endlich einsehen musste, dass es keine gute Idee gewesen wäre, die B26 für die Trogsanierung teilweise zu sperren, wenn gleichzeitig auch die B426 wegen der geplanten Sanierung des Lohbergtunnels komplett dicht ist.

Die mitunter übertriebenen Stellungnahmen haben abermals gezeigt, dass Politiker aus der Stadt und dem Landkreis wesentlich mehr miteinander anstatt übereinander reden sollten. Fast schon hilflos wirkt da die Idee, im Darmstädter Rathaus den Posten eines „Koordinators Verkehr Stadt-Kreis“ zu schaffen. Hilfreicher wäre es, wenn sich die direkte Kommunikation zwischen dem Oberbürgermeister und dem Landrat endlich verbessern würde.

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