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Skater sind tolerant geworden

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Hoch hinaus: Walldorfs neuer Skatepark ist eröffnet.
Hoch hinaus: Walldorfs neuer Skatepark ist eröffnet. © Sebastian Schwappacher

Erweiterte Anlage ist in Betrieb genommen worden.

Der erweiterte Skatepark in Walldorf ist jetzt offiziell eröffnet worden. Die Anlage eignet sich für Skater sowie Roller- und BMX-Fahrer. Mit neuen Rampen und einer Funbox ist der erweiterte Skatepark am Walldorfer Jugendzentrum jetzt fast doppelt so groß wie bisher. Die Fertigstellung war schon vor einiger Zeit erfolgt, doch stand jetzt die offizielle Eröffnung an.

„Es ist was dabei rumgekommen“, freute sich Michael Poller, der in der Skate-AG mitarbeitet. Bis zu 20 Jugendliche und junge Erwachsene haben den neuen Skatepark geplant und sich bei Freizeiten in Essen und Hamburg nach Vorbildern umgesehen. „Zwischenzeitlich hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben“, sagte Poller angesichts des langen Planungszeitraums.

Im Oktober des Jahres 2011 schließlich hatte das Kinder- und Jugendforum der Stadt das Thema aufgegriffen und seitdem mehrere Konzepte hierfür entwickelt. Zwischenzeitlich hatte die Skate-AG auch eine große, aus Beton gegossene Anlage für den Betrag von rund 500 000 Euro ins Auge gefasst.

Neue Rampen aufgebaut

„Mörfelden-Walldorf hat kein Geld. Ich bin froh, dass wir es jetzt in diesem Rahmen realisieren konnten“, erklärte der Erste Stadtrat Franz-Rudolf Urhahn (Grüne) bei der Eröffnung. Rund 40 000 Euro hat die neue Anlage gekostet. Für das Geld ist der alte Bolzplatz verlegt worden, damit unmittelbar neben dem bisherigen Skatepark neue Rampen, eine Funbox und so genannte Curbs aufgebaut werden konnten.

Wo früher die große Halfpipe stand, befindet sich jetzt der Fußballplatz. So biete der Spielplatz auch in Zukunft für jeden etwas, sagte Franz-Rudolf Urhahn.

Nicht alles im erweiterten Skatepark musste neu angeschafft werden. Ein Teil der Anlage ist aufgearbeitet worden und stand vorher am Jugendzentrum Mörfelden. „Fahrt lieber hier rum, als vor der Glotze zu hängen“, empfahl Urhahn den Jugendlichen. „Auf der Anlage kann jeder fahren, aber nicht jeder kann auch jeden Trick schaffen“, ergänzte Harald Herdegen von der Jugendförderung.

Für Anfänger und Fortgeschrittene konzipiert

Der Walldorfer Skatepark wurde so konzipiert, dass Nachwuchsfahrer genauso ihren Spaß haben wie Fortgeschrittene. Dafür muss man auch nicht unbedingt auf einem Skateboard unterwegs sein. Mittlerweile hat sich die Szene geöffnet, und so sind auf der Anlage auch BMX-Fahrer und Jugendliche mit ihren Rollern unterwegs. Vor ein paar Jahren standen sich die jeweiligen Gruppen noch eher skeptisch gegenüber, mittlerweile akzeptiere und respektiere man sich, berichtete Herdegen.

„Es gibt immer neue Trends“, ergänzte Torsten Schmidt von der Jugendförderung, der die Skate-AG zuletzt betreute. Aktuell seien viele junge Nachwuchsfahrer mit ihren Rollern auf der Anlage unterwegs. Der erweiterte Skatepark ist flexibel und kann in den nächsten Jahren um neue Elemente ergänzt werden, sagte Schmidt.

„Wir freuen uns über Rückmeldungen.“ Vor allem, wenn etwas mit der Anlage nicht stimmt, sei es wichtig im Jugendzentrum Bescheid zu geben, erklärte Schmidt. (eda)

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