1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Sitzplatz nur gegen Gebühr

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Der Verzehrzwang im Herrngarten steht in der Kritik, auch wenn die Stadt versichert, dass dieser für Besucher von Promenadenkonzerten ausgesetzt sei.

Ernst Bloos ist seit Jahren eifriger Besucher der städtischen Promenadenkonzerte. „In der Orangerie, alles prima“, stellt er fest. „Aber im Herrngarten stimmt nichts mehr.“ Was ihn stört: Dass es dort schon seit Jahren keine Bestuhlung mehr vor der Bühne der Konzertmuschel gibt, man statt dessen am Café sitzen muss und unter Verzehrdruck steht.

Zwar habe man ihm seitens der Stadt versichert, dass der Verzehrzwang im Lokal für Besucher von Promenadenkonzerten ausgesetzt sei. Er regt jedoch an, Hinweise anzubringen, dass Besucher von Promenadenkonzerten im Herrngartencafé nichts essen oder trinken müssen.

Doch offensichtlich reiben sich dort öffentliche Interessen mit den kommerziellen des Lokalbetreibers. Zwar versichert die städtische Pressesprecherin Sigrid Dreiseitel, dass es keinen Verzehrzwang für Besucher der Promenadenkonzerte gibt. Das sei eine Vereinbarung mit dem Lokalbetreiber, die vielleicht nicht jeder der eingesetzten Aushilfen oder freien Mitarbeitern klar sei.

Doch das ist bei diesem offenbar nicht angekommen. „Leider ist das ein Irrtum seitens der Stadt“, teilt der mit. Es bestehe selbstverständlich ein Verzehrzwang auf dem Cafégelände. „Es bestünde aber die Möglichkeit, dass vor dem Musikpavillon auf der öffentlichen Fläche Stühle aufgebaut werden, sodass dort ohne Verzehrzwang gesessen werden kann.“

Sigrid Dreiseitel ist irritiert über diese Aussage des Wirts. Besagte Vereinbarung, so bekräftigt sie, bestehe sogar schriftlich. „Wir werden prüfen, wie dort verfahren wird“, bleibt sie vorerst vage. „Aber es wird eine Lösung geben.“ (aw)

Auch interessant

Kommentare