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SPD sieht Erosion im Magistrat

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Warnung vor Stillstand nach Weggang Zuschkes.

Nach einem möglichen Weggang von Planungs- und Baudezernentin Cornelia Zuschke (parteilos) würden Darmstädter Großprojekte wie Stadion, Nordbad und Berufsschulzentrum „für Monate auf Eis gelegt“: Dieses Szenario zeichnete die SPD als Reaktion auf einen Bericht über Hinweise aus Düsseldorf, dass dort fest mit Zuschkes Wahl zur neuen Stadtplanungsdezernentin gerechnet wird.

Die Anzeichen für einen Wechsel Zuschkes nach Düsseldorf verdichteten sich, sagte SPD-Fraktionssprecher Michael Siebel. Oberbürgermeister Jochen Partsch wisse offenbar nichts darüber. „Das zeigt, dass Partsch wohl zunehmend die Zügel entgleiten.“

Klärendes Gespräch notwendig

Siebel sprach von einer „Erosion des Darmstädter Magistrats“. Offensichtlich traue Zuschke der vereinbarten „vagen Zusammenarbeit mit Uffbasse“ nicht. Partsch hätte längst ein klärendes Gespräch mit der Dezernentin führen sollen. „Jetzt spitzt sich die Situation zu, und Darmstadt steht dumm da.“

Ein klares Bekenntnis zu ihrem Amt in Darmstadt forderte der FDP-Fraktionsvorsitzende Leif Blum von der Stadtbaurätin. Die FDP habe Zuschkes Wahl mitgetragen. „Selbstverständlich sind wir bei der damaligen Wahl davon ausgegangen, dass Frau Zuschke in Darmstadt für mindestens eine Amtszeit zur Verfügung steht und nicht beim erstbesten Abwerbeversuch Darmstadt den Rücken kehrt.“

Zuschke habe viele gute Projekte in der Stadt- und Verkehrsplanung angestoßen, erklärte Blum. „Ich denke, wir dürfen zu Recht erwarten, dass die Dezernentin diese Projekte in Darmstadt auch zu Ende führt.“ (bad)

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