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Seufzerbrücke wird autofrei

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Unter dem Übergang zwischen den beiden Gerichten sollen Fußgänger flanieren.
Unter dem Übergang zwischen den beiden Gerichten sollen Fußgänger flanieren. © Guido Schiek

Unter dem Übergang zwischen den beiden Gerichten sollen Fußgänger flanieren. Denn die Seufzerbrücke wird autofrei. Eine neue Fahrspur am westlichen Mathildenplatz leitet den Verkehr dann nach Norden.

Bismarckstraße und Frankfurter Straße mit dem Willy-Brandt-Platz sollen als wichtige Verkehrsachsen ab 2019 drei Jahre lang modernisiert werden. Als Teilprojekt des Davia (DA für Darmstadt und VIA lateinisch: Straße) genannten Programms – beteiligt sind die Akteure Stadt Darmstadt und Heag-Mobilo sowie die Landesbehörden Regierungspräsidium und Hessen-Mobil – soll der Verkehrsfluss am Mathildenplatz geändert werden.

Die FDP sorgt sich nun um die Parkplätze rund um den Mathildenplatz. Ausgenommen von drei Behindertenplätzen vor dem Landgericht könnte es dort bald keine Parkplätze mehr geben, schreibt die Stadtverordnete Ursula Blaum in einer Presseerklärung. Dies habe sie einer Antwort des Magistrats auf ihre Anfrage entnommen. Die südliche Frankfurter Straße, ausgeschildert als Mathildenplatz, soll laut Blaum „autofrei“ werden. Lediglich Radfahrer und der ÖPNV-Verkehr dürften dann noch die einspurige Einbahnstraße zwischen Cityring und Willy-Brandt-Platz benutzen. „Das bedeutet, dass jemand, der zu den Behörden wie Landgericht, Regierungspräsidium, Post oder Ortsgericht möchte, nur noch per Rad oder Straßenbahn anreisen kann – eine Vorstellung, die gehbehinderte, ältere Menschen, solche mit Aktenkoffern, aber auch berufstätige Mütter mit kleinen Kindern besonders beeinträchtigt“, empört sich die Stadtverordnete.

Parkplätze fallen weg

Das Verkehrsunternehmen Heag-Mobilo, das Davia planerisch betreut, stellt die Lage weniger dramatisch dar. Tatsächlich soll laut den Plänen der Bereich unter der Seufzerbrücke zwischen Amts- und Landgericht eine Fußgängerzone mit „Radfahrer frei“ entstehen und dadurch der östliche Mathildenplatz von Durchgangsverkehr entlastet werden. Die Zufahrt vom Cityring zu den Geschäften samt den beiden Ladezonen und fünf bis sechs Parkplätzen bleibt aber erhalten.

„Die Straße ist auch weiter ganz normal nutzbar“, betont Lennart Sauerwald, Pressesprecher von Heag-Mobilo. Nur der Weg nach Norden ist künftig nach Umsetzung von Davia für Kraftfahrzeuge versperrt. Autofahrer können aber vor der Seufzerbrücke nach rechts in die Gustav-Lorenz-Straße abbiegen und über die Schleiermacherstraße rechts zurück zum Cityring gelangen oder zum Parkplatz von Geschäften, Praxen und Büros am östlichen Willy-Brandt-Platz.

Generell soll laut den Davia-Plänen der Verkehr nach Norden vom Cityring aus aber nicht mehr entlang des östlichen, sondern über eine neue Fahrspur am westlichen Mathildenplatz zur Bismarckstraße und über den künftig entrümpelten Willy-Brandt-Platz geführt werden. Für die Einrichtung der Fahrspur werden allerdings Parkplätze wegfallen. (ryp)

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