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Nur selten schwere Verletzungen

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Es gebe praktisch keine Halle, in der noch kein Unfall passiert ist, weiß der Deutsche Alpenverein. Blick in die Kletterhalle der TU.
Es gebe praktisch keine Halle, in der noch kein Unfall passiert ist, weiß der Deutsche Alpenverein. Blick in die Kletterhalle der TU. © Diana Djeddi

Wo geklettert wird, da steigt auch das Unfallrisiko. Ein guter Grund für die Hallenkletterer an der Lichtwiese in Damstadt, sich beim Branchentreffen Tipps zur Unfallvermeidung vom Deutschen Alpenverein zu holen.

Unfälle kommen vor in Kletterhallen und können wegen der Fallhöhe schwerwiegende Folgen haben. Wie sie zu vermeiden sind, dies war unter anderem Thema am Samstag in der Kletterhalle an der Lichtwiese bei dem laut Alpenverein größten Branchentreffen im deutschsprachigen Raum.

Gutachter Dieter Stopper hatte für seinen Vortrag über Unfälle Beispiele parat. Und der Sachverständige für Berg- und Kletterunfälle plauderte im vollen Seminarraum aus dem Nähkästchen, denn die meisten Unfälle werden seiner Darstellung nach nicht öffentlich. „Es gibt praktisch keine Halle, in der noch kein Unfall passiert ist“, sagte auch Thomas Bucher, Pressesprecher des Deutschen Alpenvereins.

Großes Branchentreffen

Doch seien Unfälle mit Verletzungen, bei denen ein Krankenwagen kommen müsse, sehr selten. Das gehe aus Erhebungen vor, die der Alpenverein vornehme. Pro 1000 Stunden Sportausübung komme es zu 0,024 Unfällen mit Verletzungsfolge. Statistisch gesehen müsse jemand bei Sportzeiten von zwei Mal drei Stunden pro Woche 134 Jahre klettern, bis ein Unfall passiert. Aber: Beim Klettern zähle man deutschlandweit pro Jahr ein bis zwei tödliche Verletzungen.

Der Sachverständige gab Hallenbetreibern aber auch Tipps mit auf den Weg: Sie sollten eine Betriebshaftpflichtversicherung abschließen, ihre Anlage müsse normkonform sein und angemessen gewartet und kontrolliert werden, das Material müsse in Ordnung sein, und Kurse nur von Fachkräften geleitet werden. (aw)

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