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Sechs in einer Allianz

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Die Hochschule Darmstadt hat mit fünf deutschen Fachhochschulen eine bundesweite Allianz gegründet. Der Kooperationsvertrag soll die Mobilität erhöhen und die Kommunikation nach außen stärken.

Es geht darum, stärker wahrgenommen zu werden und unsere Kräfte zu bündeln", sagt Maria Overbeck-Larisch, Präsidentin der Hochschule Darmstadt. Die HDA hat mit fünf deutschen Fachhochschulen eine bundesweite Allianz gegründet. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichneten die Präsidenten am Freitag in Darmstadt. Zur neuen "HochschulAllianz für Angewandte Wissenschaften", so der Titel, gehören neben Darmstadt, die FH Aachen, die Hochschulen für Technik und Wirtschaft in Berlin und Dresden sowie die Hochschulen Esslingen und Karlsruhe.

Die Initiative ging von Darmstadt aus. "Wir haben Fachhochschulen mit ausgeprägtem technischen Schwerpunkt gesucht", sagt Overbeck-Larisch. Seit einem Jahr laufen bereits Kooperationsgespräche - zunächst mit Aachen, Karlsruhe und Dresden, später kamen dann die übrigen Partner ins Boot. Bewusst seien Hochschulen aus anderen Bundesländern ausgewählt worden und nicht - "wegen der direkten Konkurrenzsituation" - etwa die Fachhochschule Frankfurt.

Gemeinsame Projekte

"Arbeitgeber sind eine wichtige Zielgruppe. Dort muss bekannt sein, welche Hochschulen und Studenten gut sind", so Overbeck-Larisch. Zweidrittel der Ingenieure Deutschlands würden an Fachhochschulen ausgebildet, sagt Michael Heine, Präsident der Hochschule Berlin. Diese hätten jedoch keine gemeinsame Stimme. Das soll sich jetzt ändern. Die Allianz hat eine Geschäftsstelle eingerichtet, eine Internetseite ist ebenso in Arbeit wie gemeinsame Erklärungen. "Wir wollen nicht fusionieren, sondern unsere Marke stärken", betont Bernhard Schwarz, Rektor in Esslingen und Vorstandssprecher der Allianz.

Geplant sind Arbeitsgruppen der Präsidenten und Kanzler sowie gemeinsame Projekte im Maschinenbau, der Elektrotechnik und bei der Internationalisierung der Studiengänge. So soll es möglich sein, dass E-Technik-Studenten Module an den sechs FHs belegen können. Die jeweiligen Stärken der Hochschulen sollen eingebracht werden in gemeinsame Studiengänge. "Mobilität soll ohne große interne Prüfungen möglich sein", sagt Hannes Neumann, FH-Chef in Dresden. Damit der Wechsel auch rein organisatorisch leichter fällt, wollen die Hochschulen Verabredungen mit ihren Studentenwerken treffen.

Gedacht ist auch an gemeinsame Masterstudiengänge, Forschungsprojekte, Summerschools oder sogar eine Auslands-Fachhochschule. "Die Chancen für Förderanträge sind größer. Wenn man 47 000 Studenten repräsentiert, hat das eine ganz andere Stimme", findet Karl-Heinz Meisel von der FH Karlsruhe. (alu)

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