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Schwimmbad droht das Aus

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Die Zahlen, die Pfungstadts Erster Stadtrat Harald Polster (SPD) in dieser Woche der Betriebskommission des Pfungstädter Wellen- und Freibads vorgelegt hat,

Die Zahlen, die Pfungstadts Erster Stadtrat Harald Polster (SPD) in dieser Woche der Betriebskommission des Pfungstädter Wellen- und Freibads vorgelegt hat, sind mehr als ernüchternd. Insgesamt 19 855 000 Euro müssten in das 1978 gebaute Bad fließen, um es zu sanieren.

„Das Ergebnis dieser Bestandsanalyse ist vernichtend“, sagt Polster und zählt einige der Sanierungsfälle auf. Um der neuen Trinkwasserverordnung zu entsprechen müsste beispielsweise das komplette Trinkwassersystem erneuert werden. „Da sind noch alte Blei- und Zinkrohre verbaut. Das kostet etwa eine Million Euro.“ Auch das Flachdach auf dem die Photovoltaikanlage steht, sei marode. Es tröpfle gar schon. 700 000 Euro veranschlagt er für die Reparatur.

Für den Haushalt 2014, der am Montag in die Gemeindevertretung eingebracht wird, wurde mit Aufwendungen von 2,79 Millionen Euro für den Betrieb des Bades geplant. „Das müsste jetzt auf 4,79 Millionen Euro erhöht werden – plus X, um die Anlage zu erneuern.“ Das gehe jedoch angesichts der schlechten Haushaltslage nicht. „Das Bad ist ein nicht kalkulierbares Risiko und wird zum 31. Mai 2014 außer Betrieb gehen“, sagt Polster.

26 Angestellte betroffen

Die Situation ist für den Bürger unverständlich, da die Stadt erst vor einem Jahr die Inbetriebnahme einer neuen Saunalandschaft sowie den Bau einer neuen Wasserlandschaft für Kinder gefeiert hat. Mehrere Millionen Euro hat die Stadt darin investiert, denn die Saunagänger, des seither in „Badesaunapark“ umbenannten Bades, sollten helfen, das jährliche Defizit zu senken.

Laut Polster seien die nötigen Investitionen im Abschlussbericht des damals eingesetzten Sonderausschusses „in einem Maßstab von ein bis zwei Millionen Euro“ beziffert worden. „Es war ein Manko, dass das damals nicht weiter vertieft wurde. Ein externer Gutachter hat den Abschlussbericht bestätigt. Das war der grundhafte Fehler“, erklärt Polster, der als Erster Stadtrat erst seit Dezember 2012 mit dem Bad befasst ist.

Betroffen von der Schließung sind 26 Angestellte. Nur eine Rumpfmannschaft soll für den Betrieb der Sauna und die Abwicklung erhalten werden. (det)

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