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Schwarz-Grün im Gespräch

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Der CDU-Finanzexperte André Schellenberg könnte  Kämmerer und  damit Nachfolger von Wolfgang Glenz (SPD) werden.
Der CDU-Finanzexperte André Schellenberg könnte Kämmerer und damit Nachfolger von Wolfgang Glenz (SPD) werden. © Privat

Der CDU-Finanzexperte André Schellenberg könnte Kämmerer und damit Nachfolger von Wolfgang Glenz (SPD) werden. Dies zeichnet sich vor den am Donnerstag beginnenden grün-schwarzen Koalitionsgesprächen in Darmstadt ab. Mitte Mai soll der Koalitionsvertrag fertig sein.

Die Grünen waren bei der Kommunalwahl auf 32,9 Prozent der Stimmen gekommen, die CDU auf 24,8. Rechnerisch käme zwar auch eine grün-rote Koalition in Betracht (SPD: 21,3 Prozent), doch die Kreismitgliederversammlung der Grünen hatte sich gegen den früheren Bündnispartner ausgesprochen und für grün-schwarze Verhandlungen gestimmt.

Die Personalie Schellenberg wollte der CDU-Vorsitzende Ctirad Kotoucek gestern nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren. „Wir werden am Donnerstagabend erste grobe Linien festlegen“, sagte er. Der Parteichef verwies allerdings darauf, dass Schellenberg als Diplom-Volkswirt und Finanzfachmann im Landesrechnungshof schon einmal als Kandidat für das Amt des Kämmerers angetreten sei – „und sicher ist seine Qualifikation seither nicht geringer geworden“. Schellenberg selbst wollte sich nicht äußern.

Erst nach den inhaltlichen Fragen, zu denen auch der Zuschnitt der Dezernate gehöre, werde man über Personen sprechen, sagte Kotoucek. Die Dezernate sollten nicht um Personen herum gestrickt, sondern inhaltlich sinnvoll sein. Als Beispiel nannte er die Zusammengehörigkeit von Schule und Kinderbetreuung.

Es gibt wohl bei der CDU auch Bestrebungen, ein Dezernat zu bilden, in dem die Zuständigkeit für die Verlustbringer Klinikum und Darmstadtium zusammengefasst werden. Dass sich Kotoucek, derzeit hauptamtlicher Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Chancen für dieses Amt ausrechnet, wollte er nicht bestätigen: „Ich halte mich da zurück.“ Als weitere Kandidaten werden in CDU-Kreisen der Landtagsabgeordnete und unterlegene OB-Kandidat Rafael Reißer, Stadträtin Irmgard Klaff-Isselmann (sie hatte ebenfalls Ambitionen, als OB-Kandidatin anzutreten) und der freiberufliche Diplom-Betriebswirt Hans J. Wegel genannt.

Die Grünen wollen ein Nachhaltigkeitsdezernat bilden, in dem Bau, Verkehr und Wohnen zusammengefasst werden sollen. Es könnte auf die Fraktionsvorsitzende Brigitte Lindscheid hinaus laufen. Das dritte von den Grünen beanspruchte Ressort nach OB und Nachhaltigkeit ist die Zuständigkeit für Soziales.

Da sich die neue Stadtverordnetenversammlung schon am Montag, 2. Mai, konstituiert, müsse sich die Parteien Gedanken über die Besetzung vieler Gremien machen. (ryp)

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