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Schutz der Anwohner vor Verkehrslärm

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Ein Grünzug mit Spielfläche zwischen dem Neubaugebiet in Wixhausen und der Bundesstraße 3 soll die Anwohner vor Verkehrslärm schützen.

Der Lärmschutzwall zwischen dem Neubaugebiet „Wx8“ und der Bundesstraße 3 in Wixhausen ist nun bepflanzt. Dort gibt es neben Blütenpflanzen und Sträuchern standortgerechte und heimische Bäume wie Walnuss, Vogelkirsche, Schwarzerle, Winterlinde und Speierling.

„Mit der Maßnahme in Wixhausen verbinden wir den Schutz der Anwohner vor Straßenlärm mit der Errichtung eines bespielbaren städtischen Grünzugs“, sagten die Dezernentinnen Cornelia Zuschke und Barbara Akdeniz. „Auf diese Weise profitieren die Bewohner des Neubaugebiets gleich doppelt. Außerdem haben wir im Zuge der Umgestaltungsmaßnahme eine Spielfläche für kleinere Kinder angelegt.“

Der Lärmschutzwall dient auch als naturschutzrechtliche Ausgleichsfläche. Für die fertiggestellten Maßnahmen im Bereich des Lärmschutzwalls ergeben sich rund 85 000 BiotopWertpunkte nach der Hessischen Kompensationsverordnung, teilte die Pressestelle auf Nachfrage mit. Das Baugebiet ist der Eingriff, der mit den extensiven (wenig genutzten) Vegetationsflächen am Nordrand und im Bereich des jetzt bepflanzten Lärmschutzwalls ausgeglichen wird.

Wie ein Teil der Landschaft

Eingriffs- und Ausgleichsbilanzen mit Biotop-Wertpunkten sind in Darmstadt projektbezogen, erklärte Sibil Öz von der Pressestelle, sodass den Eingriffen bestimmte Kompensationsmaßnahmen zugeordnet werden können. Damit gibt es kein Plus oder Minus bei den städtischen Biotop-Wertpunkten.

Teil der Anlage ist eine Spielfläche mit Schaukeltieren, Wippe, Sandkasten und Balancierseil, die für rund 70 000 Euro gebaut wurde. Der kleine Spielplatz, auf dem der Rasen noch dichter wachsen wird, ist für Kleinkinder gedacht, die dort von Eltern betreut werden.

Der Lärmschutzwall entlang der Bundesstraße 3 (Frankfurter Landstraße) liegt zwischen der Straße und dem Neubaugebiet. Der Wall wurde entlang der Straße gleichmäßig im Steigungsverhältnis 1 zu 1,5 gebaut, auf der straßenabgewandten Seite verläuft die Steigung flacher, sodass der Wall wie ein Teil der Landschaft wirkt. Die bearbeitete Fläche mit Wall, Ausgleichsflächen, Wirtschaftsweg und Spielplatz hat rund 11 800 Quadratmeter.

Mit dem Lärmschutzwall könne man die Straße „Im Appensee“ auch nicht mehr als Schleichweg zur Bundesstraße nutzen, teilte die Stadt mit. Endausgebaute Wege in dem Wohngebiet sind jetzt der Hedwig-Kohn-Weg, der Hertha-Sponer-Weg, der Dieter-Böhne-Weg und der Else-Naumann-Weg. Noch nicht ausgebaut (wegen noch nicht abgeschlossener Bebauung) sind der Wilhelm-Walcher-Weg, der Peter-Brix-Weg und „Im Appensee“. (mawi)

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