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Schulen sehen sich als Verlierer

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Unmut im Berufsschulzentrum Mitte

Nach dem Beschluss der Stadt Darmstadt, das Berufsschulzentrum Nord mit 70 Millionen Euro zukunftsfähig zu machen, befürchten die beiden Schulen des Berufschulzentrums Mitte, ins Abseits zu geraten. „Seit 2008“, sagt Gerhard Bruckmann, „befinden wir uns in permanenten Sanierungs- und Baumaßnahmen.“ Der Leiter der Erasmus-Kittler-Schule (EKS), die mit der benachbarten Peter-Behrens-Schule (PBS) das Berufsschulzentrum Mitte bildet, bezeichnet die Situation als „kaum mehr zu tragen“. Der Zustand der EKS sei „in Teilen desaströs“.

Bruckmann und sein Kollege Karlheinz Reeg von der PBS erläutern, dass klare politische Vorgaben für nur ein Zentrum beschlossen worden seien, könne „eine ungleiche Entwicklungsdynamik“ auslösen. Das Zentrum Mitte in der Mornewegstraße sei geprägt durch gewerblich-technische Berufe. Bruckmann: „In diesem Bereich wird ein bedeutender Fachkräftemangel befürchtet.“ Eine Schwächung des Standorts hätte auch eine Schwächung der Gestaltungsmöglichkeiten der Politik wie der ausbildenden Wirtschaft zur Folge.

Reeg erwartet vom Berufsschulentwicklungsplan „langfristige Perspektiven“ auch für die Ausstattungsplanung und die Gesamtsanierung der PBS. Er listet auf, welche für ein Regionales Berufsbildungszentrum wichtigen Voraussetzungen die Schulen derzeit nicht zu bieten haben: eine Mensa, eine Aula, eine Sporthalle sowie eine Mediathek. Außerdem müssten Klassenräume und Toiletten saniert werden. Gefordert werden zudem offene Lernlandschaften, Aufenthaltsräume für Schüler und Arbeitsplätze für Lehrer. (how)

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