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Schüler helfen Flüchtlingskindern

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Mit zusätzlichem Deutschunterricht soll Neuankömmlingen die Integration erleichtert werden. Initiiert hat das seit Ostern laufende Projekt Farnas Deppert-Mokhtarinejad. Sie hat selbst erlebt, was es heißt, als Kind in einem fremden Land neu anfangen zu müssen.

Carcel ist 14 Jahre alt und stammt aus Ägypten. Seit zehn Monaten lebt er in Deutschland. Seit neun Monaten besucht er die Mornewegschule und eine Intensivklasse mit zusätzlichem Deutschunterricht.

Gerade paukt er Personalpronomen. Tipps, wie diese richtig in einen Satz eingebaut werden, gibt ihm Pardis Aflaki. Die Fünfzehnjährige gehört zu einer Gruppe von Schülern der Eleonorenschule (Elo), die Flüchtlingskindern beim Start in Deutschland helfen.

Initiiert hat das seit Ostern laufende Projekt Farnas Deppert-Mokhtarinejad. Sie hat selbst erlebt, was es heißt, als Kind in einem fremden Land neu anfangen zu müssen. Mit zwölf Jahren kam sie Ende der achtziger Jahre aus Iran nach Deutschland. „Ich bin dann auf die Elo gekommen, ohne ein Wort Deutsch zu können“, erzählt sie.

Mit Dankbarkeit erinnert sie sich an die Hilfe von Lehrern, aber auch an die Unterstützung ihrer Mitschüler. „Aus dieser Erfahrung heraus bin ich auf die Idee gekommen, Hilfe unter Gleichaltrigen zu organisieren. Denn die Unterstützung von Schüler zu Schüler ist freier, ehrlicher.“ Letztlich würden beide Seiten profitieren: Bei den einen gibt es das gute Gefühl, einen Beitrag zur Integration der Neuankömmlinge zu leisten. Die anderen erhalten eine zusätzliche individuelle Betreuung. Die Unterstützung von Seiten der Schulleitung und Elternvertretung der Elo war Farnas Deppert-Mokhtarinejad deshalb von Anfang an sicher.

So engagieren sich derzeit acht Elo-Schüler bei „Deine Hilfe zählt!“. Die Mehrzahl davon geht an zwei Tagen pro Woche in den Intensivunterricht und hilft dort beim Pauken von Vokabeln und Grammatik. (wka)

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