Darmstadt

Schock für Mitarbeiter

Ohne Vorwarnung haben 27 Mitarbeiter der Firma Hoppenstedt Creditcheck ihre Arbeitsplätze in der Havelstraße verloren: Der Mutterkonzern Bisnode schließt den Anbieter für Bonitäts-Auskünfte.

Ohne Vorwarnung haben 27 Mitarbeiter der Firma Hoppenstedt Creditcheck ihre Arbeitsplätze in der Havelstraße verloren: Das ist die Folge der plötzlichen Schließung des Anbieters für Bonitäts-Auskünfte durch den Mutterkonzern Bisnode. Der bereits Ende Oktober vollzogene Schritt wurde erst jetzt durch Kritik ehemaliger Creditcheck-Mitarbeiterinnen bekannt, die sich gegen die Kündigung wehren.

Hoppenstedt Creditcheck war im September 2008 als Callcenter für Bonitätsprüfungen eröffnet worden. Per sogenannter Flatrate konnten Kunden die Hoppenstedt-Datenbanken nutzen, um Auskünfte über die Zahlungsfähigkeit von Geschäftspartnern zu erhalten. Im August 2009 nahm eine Zweigstelle in Hamburg die Arbeit auf, die nach Angaben von Unternehmenssprecher Florian Schleicher ein flexibleres Preismodell anbietet.

Am Morgen des 28. Oktober, so eine Mitarbeiterin, sei den Beschäftigten mitgeteilt worden, dass das Unternehmen mit sofortiger Wirkung geschlossen werde. Dies sei umso überraschender gewesen, als in den vergangenen Monaten die Zahl der Beratungen sehr gestiegen sei. Die Mitarbeiter erhielten Änderungskündigungen mit dem Angebot, Stellen in Hamburg anzutreten.

Schleicher räumte ein, dass die Firmenschließung "eine relativ kurzfristige Entscheidung" gewesen sei. Die Niederlassung an der Elbe habe sich "wirtschaftlich deutlich besser entwickelt". Rund ein Dutzend Mitarbeiter von Creditcheck haben gegen ihre Kündigung geklagt. Für den 11. Januar sei am Arbeitsgericht ein Gütetermin angesetzt, sagte ihr gemeinsamer Anwalt Clemens Gutting. (bad)