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Schneller durch den Stau

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Das Land Hessen fördert die Forschung an der Technischen Universität Darmstadt mit 13 Millionen Euro. Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann übergab jetzt die Bewilligungsbescheide.

In der dritten Staffel der hessischen Exzellenz-Initiative LOEWE erhält die Technische Universität Darmstadt 13 Millionen Euro. Wiesbaden will drei neue Schwerpunkte der Universität aus Chemie, Informationstechnik und Wirtschaftswissenschaften fördern. Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) übergab während einer Feierstunde an der TUD die Bewilligungsbescheide. Schon in den früheren zwei Förderrunden des Landes hatten Wissenschaftler der Uni Mittel für ein Exzellenz-Zentrum zum Thema IT-Sicherheit und den Schwerpunkt „Eigenlogik der Städte“ erhalten.

Uni-Präsident Hans Jürgen Prömel sieht durch den erneuten Erfolg die „hohe Leistungsfähigkeit und Reputation“ seiner Hochschule bestätigt. „Das gute Abschneiden unterstreicht unsere besondere Stellung im landesweiten wissenschaftlichen Wettbewerb der Hochschulen“, sagte Prömel. Die Ministerin lobte die „große Anwendungsnähe“ der drei geförderten Projekte. Der Transfer von Know-how aus der Wissenschaft in die Wirtschaft und unternehmerische Praxis sei eine Herausforderung für die Innovationskraft des Landes, so Kühne-Hörmann. Durch das LOEWE-Förderprogramm – bis 2013 stehen 410 Millionen Euro im Landeshaushalt zur Verfügung – würden nachhaltige Strukturen geschaffen für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Ideen für den Güterverkehr

Bei den drei neuen Schwerpunkten haben Wissenschaftler der TUD die Federführung. Es handelt sich jedoch zumeist um Kooperationen, an denen auch Forscher der Fachhochschulen Darmstadt und Frankfurt, der Uni Kassel oder der European Business School Wiesbaden beteiligt sind. Alle drei Projekte starten im Januar nächsten Jahres.

Auf vielen Autobahnen ist Stau Alltag. Um die Entlastung von Fernstraßen und die Optimierung von Güterströmen geht es bei dem Schwerpunkt „Dynamische und nahtlose Integration von Produktion, Logistik und Verkehr“. Die Wissenschaftler arbeiten an der verbesserten Abstimmung zwischen einer nachfrageorientierten Produktion von Waren und der notwendigen Verkehrslogistik. Gemeinsam mit der European Business School wollen die Forscher zudem Weiterbildungskonzepte für Wirtschaft und Politik erstellen. Wiesbaden ist das vier Millionen Euro wert.

Handys, Computer, E-Mails: Die Hälfte der Weltbevölkerung kann heute drahtlos und mobil kommunizieren. Der mit 4,5 Millionen geförderte Schwerpunkt „Cocoon – Kooperative Sensorkommunikation“ zielt auf eine höhere Sicherheit der übertragenen Daten und den Schutz der Privatsphäre. Die Darmstädter wollen Methoden und Werkzeuge entwickeln, um sogenannte autonome Sensoren zu testen.

Mit einem relativ jungen Gebiet der Materialwissenschaften befasst sich das dritte Förderprojekt: „Soft Control – Mit Polymeren an Grenzflächen Funktionen effizient schalten“. Gemeinsam mit dem deutschen Kunststoffinstitut, das eine Juniorprofessur stiftet, will die Technische Universität eine neue Forschungslandschaft im Bereich der „Weichen Materie“ aufbauen. ( alu)

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