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Notfallpatienten im Darmstädter Klinikum dürfen mit kürzeren Wartezeiten rechnen. Während bislang ambulante Notfälle und Patienten, die zur Nachsorge oder Vorbereitung eines Krankenhausaufenthalts in der selben zentralen Notaufnahme betreut wurden, gibt es jetzt getrennte Bereiche.

„Einen wichtigen Schritt in Richtung Patientenservice“ nennt Ulf Hannemann, ärztlicher Leiter der zentralen Notaufnahme, diese Neuerung. Früher gab es oft Ärger und Missverständnisse, denn mancher Notfallpatient konnte nicht verstehen, warum andere, die noch nicht so lange auf auf ihren Aufruf gewartet hatten, eher an die Reihe kamen.

Seit Mitte Mai werden die Patientengruppen nun organisatorisch und räumlich getrennt behandelt. Somit werden sich wohl auch die Wartezeiten verkürzen. Rund 28?500 Notfallpatienten werden jährlich im Klinikum behandelt, dazu kommen rund 12?500 prästationäre Patienten. Durch den Umzug der Neurologie aus Eberstadt ins Klinikum in der Stadtmitte, wird sogar noch mit einer Steigerung auf 34?000 Notfallpatienten gerechnet. Für rund 69?000 Euro sind die früher von Sozialdienst, Anästhesie und Rechtsstelle genutzten Räume im Eingangsbereich des Radiologischen Instituts zu einer Elektivambulanz umgebaut worden. Das ist jetzt die Anlaufstelle für alle, denen eine geplante Operation bevorsteht und die deshalb noch einige vorbereitende Untersuchungen brauchen – oder für Patienten, die nachuntersucht werden müssen, vielleicht auch einen neuen Gipsverband bekommen.

Wer die Elektivambulanz betritt, steht direkt an der Anmeldung, die unmittelbar neben der offenen Wartezone liegt. Für die Voruntersuchung der Patienten der vier chirurgischen Kliniken und der Diabetischen Fußambulanz des Klinikums stehen regulär sechs Behandlungszimmer zur Verfügung.

Die – separate – Notfallambulanz ist die erste Anlaufstelle für alle, die sich Verletzungen oder Knochenbrüche zugezogen haben, an Herz-Kreislauf- oder Magen-Darm-Erkrankungen leiden. Zwei Glastüren führen zur Anmeldung, so dass der Notfallpatient gleich erkennen kann, ob die Angestellten im Büroraum beschäftigt sind oder ob er sofort eintreten kann.

Ein Arzt stuft die Behandlungsdringlichkeit ein. Eine gute Ersteinschätzung soll helfen, die Ressourcen des Krankenhauses bestmöglich einzusetzen. Die Dringlichkeit der Behandlung richtet sich nach der Schwere der Verletzung oder der Krankheit. Es gibt 14 Behandlungsplätze, sechs Überwachungsplätze, zwei Schockräume, einen Gipsraum und zwei Infektionsräume mit separater Toilette.

Innerhalb der zentralen Notaufnahme ist eine Behandlungseinheit speziell für Herzinfarkt-Patienten reserviert, weil hier rasches Handeln wichtig ist. Die „Chest Pain Unit“, die von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert wurde, ermöglicht eine schnelle Diagnose bei Patienten mit akutem Brustschmerz, der auf eine Erkrankung der Herzgefäße und einen Herzinfarkt hindeutet. (pyp)

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