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Glückwünsche von allen Seiten. Klaus Peter Schellhaas (SPD) hat nach seinem Wahlsieg den SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel am Telefon.
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Glückwünsche von allen Seiten. Klaus Peter Schellhaas (SPD) hat nach seinem Wahlsieg den SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel am Telefon.

Darmstadt-Dieburg

Schellhaas ist neuer Landrat

Klaus Peter Schellhaas ist neuer Landrat von Darmstadt-Dieburg. Damit gewinnt der SPD-Kandidat klar, aber nicht überragend vor Buschmann (CDU). Und die Wahlbeteiligung sinkt auf Rekord-Tiefstand.

Von SILKE RUMMEL

Um exakt 19.15 Uhr steht das vorläufige Endergebnis fest: Der neue Landrat heißt Klaus Peter Schellhaas - mit 54,4 Prozent der Stimmen gewählt. Auf seinen Gegenkandidaten Harald Buschmann (CDU) entfielen 45,6 Prozent der Stimmen.

Einen winzigen Moment später wird der Applaus zum Seismographen, das Klatschen rhythmisch. Der frisch gewählte Landrat kommt zusammen mit seiner Lebensgefährtin Sylke Schütz in den Kreistagssitzungssaal, hinter ihnen Landrat Alfred Jakoubek (SPD) und Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann (Grüne) - breit lächelnd.

Gegenkandidat Buschmann ist einer der Ersten, der Schellhaas gratuliert. Die beiden umarmen sich freundschaftlich. Eine lange Reihe der Gratulanten folgt, Schulterklopfen für den neuen Landrat. "Ich bin glücklich", sagt Schellhaas, das Ergebnis sei ein "riesengroßer Vertrauensbeweis". Es sei ein fairer Wahlkampf gewesen, sie seien "pfleglich miteinander umgegangen".

Die Wahlbeteiligung lag bei 31,7 Prozent - die bislang niedrigste, seit der Landkreis Darmstadt-Dieburg seinen Landrat direkt gewählt gibt. Das sei "erschreckend", sagt Schellhaas. Er hatte im Wahlkampf eine Wahlbeteiligung von 50 Prozent plus x angepeilt. Die 50-Prozent-Marke wurde lediglich in Roßdorf und Reinheim, wo zeitgleich Bürgermeistewahlen waren, und in Schelhaas' Heimatort Modautal überschritten. Hier erreichte Schellhaas mit knapp 70 Prozent der Stimmen sein bestes Ergebnis. Selbst der SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel gratuliert dem neuen Landrat per Handy.

Er sei ein "enttäuscht", sagt Buschmann, aber er sei "begeistert von der CDU in Darmstadt-Dieburg". Schellhaas sei durch seinen Heimvorteil klarer Favorit gewesen.

Er sei "vollauf zufrieden" mit dem Wahlergebnis, sagt Jakoubek. Die Kontinuität in der Kreispolitik sei mit Schellhaas gewährleistet, deshalb sei es "ein Abend der Freude, aber auch der Genugtuung". Jakoubek hatte am 8. September 2008 erklärt, nicht mehr kandidieren zu wollen.

"Das Ergebnis ist gut für die Arbeit - wir können jetzt weiter in die Vollen gehen", sagt Fleischmann. Wäre Buschmann Landrat geworden, ihm hätte im Kreistag eine rot-grüne Koalition, toleriert von den Freien Wählern gegenüber gestanden. Der FDP-Kreisfraktionsvorsitzende Klaus-Jürgen Hoffie lobte das respektable Ergebnis Buschmanns. "Für uns als FDP wird wichtig sein, ob wir mit dem gleichen Respekt wie unter Jakoubek weiterarbeiten", sagt er.

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