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Schadstoffe in der Behaimschule

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Das Berufsschulzentrum Nord an der Alsfelder Straße ist seit Jahrzehnten ein Sanierungsfall. Fachleute hätten unter anderem Mineralfasern, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein, und PCB-belastete Stoffe festgestellt.

"Die Situation ist für das Kollegium gesundheitlich belastend“, sagt Stephanie Jacobi, Leiterin der Martin-Behaim-Schule. Das Berufsschulzentrum Nord an der Alsfelder Straße ist seit Jahrzehnten ein Sanierungsfall.

Vergangenen November und Dezember, sagt Jacobi, sei Nässe durchs Dach gedrungen, woraufhin die Decke entfernt und Mineralwolle freigelegt worden sei.

Wegen sich häufender Klagen vor allem von Kollegen veranlasste Jacobi, dass der für Schadstoffmessungen von der Stadt herangezogene „Medical Airport Service“ aktiv wurde. Die Fachleute hätten unter anderem Mineralfasern, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein, und PCB-belastete Stoffe festgestellt.

Joachim Lisowski, Technischer Leiter beim Immobilienmanagement Darmstadt (IDA), erläutert, es sei bekannt, dass im Berufsschulzentrum Schadstoffe verbaut worden seien. Daher gebe es seit 1998 ein Schadstoffkataster, auf dessen Grundlage Fachleute regelmäßige Begehungen tätigten. IDA als Betreiber aller Schulgebäude stehe regelmäßig in Kontakt mit Ingenieurbüros, so auch im Zusammenhang mit den Sanierungsplänen fürs Berufsschulzentrum Nord.

Vom Ergebnis der von der Schulleitung in Auftrag gegebenen Untersuchung sei man „nicht überrascht“, sagt Lisowski und fügt an, dass in diesem Gebäudekomplex Polyzyklische Aromatische Kohlenstoffe (PAK), oft in Klebern zu finden, verwendet worden seien. Der IDA-Mitarbeiter sagt allerdings auch, die in besagtem Gutachten verwendeten Begrifflichkeiten seien dazu angetan, „Ängste zu schüren“. Dies zu kommunizieren sei schwierig, zumal ein von IDA mit regelmäßigen Untersuchungen beauftragtes Ingenieurbüro zu dem Schluss gekommen sei, dass es dort keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen gebe.

Man habe sich nun auf ein Gespräch zwischen Schulleitung, Personalrat und IDA-Mitarbeitern geeinigt. (how)

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