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Schader-Forum ist eröffnet

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Entwurf des Schader-Forums
Entwurf des Schader-Forums © privat

Viele Darmstädter und Freunde der Stiftung nutzten am Samstag die Gelegenheit, den neuen Bau mitten in Bessungen zu besichtigen. Der gläserne Kubus vervollständigt das Schader-Zentrum

Klein und unscheinbar ist er, der Schlüssel, den Sabine Süß, Geschäftsführerin der Schader-Stiftung, für das markante Gebäude erhalten hat. Mit einem Fest und der symbolischen Übergabe des Schlüssels aus der Hand von Alois M. Schader wurde am Samstag das neue Schader-Forum in Bessungen eingeweiht.

Der gläserne Kubus an der Ecke Goethestraße/Karlstraße vervollständigt das Stiftungszentrum, zu dem auch das gegenüberliegende Haus Schader mit Galerie und der parkähnliche Garten gehören.

Für das Schader-Forum hatte Alois M. Schader lange ein Grundstück gesucht. Pläne, das Gebäude in der Innenstadt am Kongresszentrum oder an der Mathildenhöhe zu errichten, hatten sich zerschlagen. Jetzt sei die Odyssee beendet, freute sich der Voritzende des Kuratoriums der Schader-Stiftung, Staatssekretär a. D. Joachim-Felix Leonhard. "Die Schader-Stiftung hat ihren Hafen gefunden", ergänzte Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD).

In großer Zahl nutzten Freunde der Stiftung und die Darmstädter Bevölkerung am Samstag die Gelegenheit, den neuen Bau mitten in Bessungen zu besichtigen. Klarheit und elegante Zurückhaltung bei Farben und Materialien kennzeichnen das Gebäude, das das Darmstädter Architekturbüro Kramm und Strigl geplant hat. Mit fast 400 Quadratmeter Fläche beeindruckt der große Saal im Untergeschoss, der ohne sichtbare Trägersäulen auskommt. Auch Büroräume für die Mitarbeiter der Stiftung sowie die Bibliothek sind in dem Würfel untergebracht. Außen ragt eine stählerne Plastik des Künstlers Erich Hauser empor.

Der Ansturm war so groß, dass die Besucher anstehen mussten, um über die rote Wendeltreppe aufs Dach des Hauses zu gelangen. Zur Einweihung mit Straßenfest und Kinderprogramm im Wolfskehlschen Park war auch das Haus Schader mit dem rund tausend Quadratmeter großen japanischen Garten geöffnet.

Das Haus Schader mit seiner Granitfassade, dessen Umbau in den 80er Jahren vom Darmstädter Architekten Dieter Heusch geplant wurde, beherbergt im Untergeschoss die Galerie der Stiftung. Kunst wird dort - in einer Kooperation mit dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt - unter sozialwissenschaftlichen Fragestellungen präsentiert.

Viele hätten zum Bau des Schader-Forums beigetragen, sagte Alois M. Schader und zeigte sich zufrieden mit dem Standort. Kritik äußerte er jedoch an der Verkehrsregelung "am Knoten" und mahnte eine städtische Lösung an. (eda)

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