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Bauzäune prägen weiterhin das Bild um den Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe.
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Bauzäune prägen weiterhin das Bild um den Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe.

Darmstadt

Sanierung der Mathildenhöhe Darmstadt wird immer teurer

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Die Baukosten für die Bauarbeiten an den historischen Ausstellungshallen auf dem Darmstädter Musenhügel, der Mathildenhöhe, steigen um mehr als fünfeinhalb Millionen Euro auf 30 Millionen Euro. Die Stadtverordneten sollen auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses der abermaligen deutlichen Steigerung der Kosten zustimmen.

Update vom Freitag, 05.02.2021, 13.15 Uhr: Die Sanierung des historischen Ausstellungsgebäudes auf der Darmstädter Mathildenhöhe wird für die Stadt immer kostspieliger. Laut einer bereits im September 2020 von der Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft erstellten Kostenübersicht verteuert sich das Sanierungsprojekt um weitere 5,7 Millionen Euro auf nun 30,1 Millionen Euro.

Über eine entsprechende Magistratsvorlage, die den Titel „Kostenentwicklung Sanierungsmaßnahme Ausstellungshallen Mathildenhöhe“ trägt, sollen die Stadtverordneten am nächsten Donnerstag, 11. Februar, abstimmen. Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt hat am Donnerstagabend, 4. Februar, gegen die Stimmen von SPD, AfD, Uwiga und Uffbasse die Empfehlung beschlossen, der Vorlage zuzustimmen.

Anfang 2019 hatte die städtische Gesellschaft inklusive Risikozuschlägen noch mit Kosten in Höhe von rund 24,5 Millionen Euro kalkuliert. Daraufhin hatten die Stadtverordneten zusätzliche zweieinhalb Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Bereits in den Jahren zuvor hatte sich das Bauprojekt immer wieder deutlich verteuert und auch die Fertigstellung hatte sich immer und immer wieder verzögert.

„Nicht erwartete Kostensteigerungen“ auf der Mathildenhöhe Darmstadt

Als Gründe für die erneute Kostensteigerung nennen Kulturreferent Ludger Hünnekens, der auch Erster Betriebsleiter des Eigenbetriebs Kulturinstitute der Stadt Darmstadt ist, und der kaufmännische Betriebsleiter Bernhard Baum „nicht erwartete Kostensteigerungen“.

Ursache hierfür sei zum einen die „mangelhafte Ausführung von statisch relevanten Bauteilen in der Errichtungsphase“ des historischen Ausstellungsgebäudes, heißt es in der Beschlussvorlage. Zum anderen seien in der Nachkriegszeit unterschiedliche Sanierungsarbeiten mangelhaft ausgeführt worden.

In der sechsseitigen Beschlussvorlage ist die Rede von Mehraufwendungen beim Rohbau, der Baukonstruktion, bei der technischen Gebäudeausrüstung und den Baunebenkosten.

Mathildenhöhe: Sanierung soll noch bis Spätsommer dauern

Auch die Corona-Pandemie hatte laut Hünnekens und Baum Auswirkungen auf die Kostenentwicklung, weil erweiterte Hygieneregeln eingeführt und kontrolliert werden mussten. Zudem habe die Baustelleneinrichtung erweitert und die Logistik sowie der Bauablauf den Abstandsregeln angepasst werden müssen.

Nach Angaben eines Sprechers der Stadt sollen die Bauarbeiten noch bis Spätsommer dauern. Die Fertigstellung des Bauprojekts würde sich somit um weitere zweieinhalb Jahre verzögern.

Mathildenhöhe in Darmstadt bekommt 40 neue Platanen: Vor dem Hochzeitsturm und den Ausstellungshallen werden von Herbst an Belüftungsgräben im Platanenhain angelegt und mit einem speziellen Substrat befüllt., Die Sanierung des Platanenhains soll in drei Phasen vonstatten gehen.

Mathildenhöhe in Darmstadt wird vorerst kein Welterbe: Im vergangenen Jahr hatte die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) eine Konferenz des Welterbe-Komitees in China wegen der weltweiten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschoben. Während der Sitzung sollte auch darüber entschieden werden, ob die Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe in Darmstadt den Welterbetitel erhält. Nun schaut Darmstadt mit Spannung auf den kommenden Sommer. Dann soll das Unesco-Welterbekomitee über die Bewerbung entscheiden.

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