1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Sanierung liegt hinter Plan

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die Bismarckstraße bleibt noch länger eine Baustelle.
Die Bismarckstraße bleibt noch länger eine Baustelle. © Andr Hirtz

Die "Untergrundarbeiten" in der Bismarckstraße sind abgeschlossen: Gas- und Wasserleitungen sind erneuert worden, in Höhe Feldbergstraße ließ die HSE ein unterirdisches Kanalkreuzungsbauwerk betonieren.

Das Umfeld der westlichen Bismarckstraße wird noch eine Weile seinen eher ernüchternden Charakter behalten. Immerhin: Es geht voran mit der Sanierung und Neugestaltung der Darmstädter Ost-West-Verkehrsachse zwischen Dolivo- und Goebelstraße. Knapp zwei Jahre nach Beginn der Baumaßnahmen meldet der federführende Nahverkehrsbetreiber Heag-Mobilo den Abschluss der Arbeiten im Untergrund. Gas- und Wasserleitungen sind erneuert worden, in Höhe Feldbergstraße ließ die HSE ein unterirdisches Kanalkreuzungsbauwerk betonieren.

Die sechs Meter tiefe Grube ist längst wieder zugeschüttet, die Straßenkreuzung an der Oberfläche neu asphaltiert – provisorisch. Doch auch diese Fahrbahndecke wird demnächst wieder weggefräst. Am Samstag, 14. März, wollen Stadt und Heag-Mobilo mit der eigentlichen Neugestaltung der Bismarckstraße beginnen.

Die Straßenerneuerung hängt damit deutlich hinter dem Zeitplan zurück. Eigentlich hatte die Phase der Oberflächengestaltung samt Fahrbahn- und Gleisbau bereits im vorigen Sommer beginnen sollen.

Beleuchtungskonzept überarbeitet

Änderungen der Ausführungsplanung hätten zu der zeitlichen Verschiebung geführt, erklärt am Dienstag Silke Rautenberg, Sprecherin von Heag-Mobilo. So sei unter anderem das Beleuchtungskonzept überarbeitet worden. Zudem habe die europaweite Vergabe von Aufträgen mehr Aufwand verursacht als erwartet.

Wie steht es mit den Baukosten? Bislang waren die Gesamtkosten mit 13,6 Millionen Euro angegeben worden, wovon die Stadt 3,8 Millionen und Heag-Mobilo 9,8 Millionen – jeweils mit Zuschüssen vom Land – übernehmen wollten. Bei vorangegangenen Straßenbauprojekten, Stichwort Frankfurter Landstraße, hatte es böse Überraschungen mit explodierenden Kosten gegeben.

Aber für die Bismarckstraße gibt Silke Rautenberg Entwarnung: Bislang sei „keine Kostensteigerung erkennbar“. Mit der neuen Bauphase werden die Prioritäten im Verkehr neu verteilt. Ganz nach oben wird der öffentliche Nahverkehr gesetzt. Und zwar buchstäblich: Busse und Bahnen fahren künftig auf einer leicht erhöhten zentralen Spur, ähnlich wie in der Rheinstraße.

Für Autos und Lastwagen wird der verfügbare Raum schmaler – umso mehr, als in beiden Fahrtrichtungen jeweils noch ein 1,50 Meter breiter Schutzstreifen für Fahrradfahrer eingerichtet wird. Wie geht es jetzt weiter? Die Bismarckstraße wird zeitweilig wieder zur Einbahnstraße. Der Verkehr fließt nur noch in Richtung Hauptbahnhof/Dornheimer Weg. Busse in Richtung Innenstadt werden über die Mornewegstraße umgeleitet.

Vollsperrung bis Ende der Woche

Im November, so plant Heag-Mobilo, soll der Abschnitt westlich der Kirschenallee soweit hergerichtet sein, dass der Verkehr zwischen Goebelstraße und Kirschenallee wieder in beiden Richtungen fließen kann.

„Der Abschnitt östlich der Kirschenallee wird noch bis Mitte 2016 Einbahnstraße bleiben“, kündigt Rautenberg an. Erst dann wird auch die Straßenbahnlinie 3 wieder auf ihrer angestammten Trasse fahren – und an der neuen Haltestelle Kirschenallee stoppen, die die Station Feldbergstraße ersetzt.

Die Bismarckstraße ist nicht die einzige Großbaustelle im Quartier. Voll gesperrt ist seit dem vorigen Sommer die Kirschenallee zwischen Güterbahnhofs-Zufahrt und Evonik-Werkstor. Dort wurde ein weiteres Kanalkreuzungsbauwerk in Untergrund errichtet. Die Baukosten werden mit 500 000 Euro angegeben. Diese Arbeiten sind weitgehend abgeschlossen, die Sperrung der Kirschenallee wird nach Angaben der Heag-Mobilo Ende dieser Woche aufgehoben. (bad)

Auch interessant

Kommentare