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Sammelbuslinie von Darmstadt in den östlichen Landkreis geplant

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Von: Claudia Kabel

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Futuristisch: Solche elektrisch bertiebenen Sammelbusse sollen bald über die B26 brausen.
Futuristisch: Solche elektrisch bertiebenen Sammelbusse sollen bald über die B26 brausen. © Van Hool

Dadina stellt ein Linien-Konzept vor, dass die Darmstädter City entlasten soll. In Roßdorf und Groß-Zimmern hofft man, dass sich das Angebot nicht verschlechtert.

Die von vielen ersehnte Straßenbahn zwischen Darmstadt, Roßdorf und Groß-Zimmern kommt zwar nicht, dafür soll aber ein Sammelbussystem auf der Strecke eingerichtet werden. Am Dienstag stellte die Dadina (Darmstadt-Dieburg Nahverkehrsorganisation) das Ergebnis zweier Machbarkeitsstudien vor. Als klarer Favorit ging hierbei das Konzept eines Sammelbussystems hervor, das stufenweise realisiert werden könne. Eine Kombilösung, die unter anderem Reaktivierung und Neubau der Bahnstrecke Darmstadt–Roßdorf vorsah, ist ebenfalls vom Tisch.

Wie der Geschäftsführer des Zentrums für integrierte Verkehrssysteme Peter Sturm darstellte, soll die Linienführung des Sammelbusses von Darmstadt Hauptbahnhof über Bismarckstraße bis Ostbahnhof verlaufen. Eine Linie 1 führt dann weiter über die B26, durch Roßdorf und Gundernhausen nach Groß-Zimmern. Eine Linie 2 wird weiter über die B26 und die P+R-Haltestelle Dieburg an der L3114 bis nach Groß-Zimmern geführt.

Eine Linie 3 soll vom Ostbahnhof über Erbacher Straße und Roßdorf nach Reinheim Ueberau führen. Daneben soll es eine zusätzliche Busbeschleunigungsspur auf der B26 stadteinwärts geben. Die Ausweitung auf zwei Fahrstreifen vor dem Ostbahnhof ermögliche eine „Vorsortierung für den Knotenpunkt am Fiedlerweg“, so Sturm. Auch soll der Busverkehr durch Ampelschaltung bevorzugt werden. Es wird mit einer Fahrtzeitverkürzung im Schnitt von etwa zwei Minuten gerechnet. Durch den 21 Meter langen Sammelbus, der doppelt so viele Passagiere transportieren kann wie ein gewöhnlicher Linienbus, könne Darmstadts Innenstadt, was anfahrende Busse betrifft, entlastet werden und der Fahrplan besser eingehalten werden, so Sturm.

Laut Erstem Kreisbeigeordneten und Dadina-Vorstands-Chef Christel Fleischmann (Grüne) sollen 1300 Fahrgäste mehr, also zehn Prozent mehr, das Angebot nutzen. Das Sammelbussystem sei „eine realistische Verbesserung für Pendler“, befand Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). Die Bürgermeister von Roßdorf und Groß-Zimmern, Christel Sprößler (SPD) und Achim Grimm (CDU) zeigten sich offen, lobten aber auch die bestehende Busanbindung und betonten, es dürfe sich nichts verschlechtern.

Das insgesamt 2,9 Millionen Euro teure Projekt muss die Dadina-Versammlung am 19. Dezember absegnen. Danach wird es zum Beschluss in die Parlamente gehen.

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