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Trostlos: Seit acht Jahren liegt das Areal neben dem Gasthaus „Goldene Krone“ brach.

Darmstadt

Universität kauft Grundstück

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Auf einer Brache in der Nähe des Marktplatzes und des Schlosses will die TU Darmstadt ein Service- und Begegnungszentrum für internationale Studierende und Forschende errichten.

Das „Saladin-Eck“ in der Nähe des Marktplatzes und des einstigen Residenzschlosses ist Darmstadts bekannteste Brachfläche. Die Technische Universität (TU) hat nun die etwa 600 Quadratmeter große Fläche, die sich unmittelbar neben dem unter Denkmalschutz stehenden Gasthaus „Zur Goldenen Krone“ befindet, von der Stadt und der städtischen Bauverein AG gekauft. Vorgesehen ist, auf dem Areal ein Service- und Begegnungszentrum für die internationalen Studierenden und Forschenden der Universität zu errichten.

Benannt wurde das Eckgrundstück nach dem einstigen Elektrohändler Saladin, der dort lange ein Geschäft betrieb. Nach der Schließung des Ladens stand das Gebäude zunächst leer und wurde schließlich 2012 abgerissen.

Drei Jahre nach dem Abriss gewann das Berliner Planungsbüro „Studioinges“ einen Realisierungswettbewerb für die Bebauung des Geländes. Doch seither stockte das Bauvorhaben. Die Stadt teilte nun mit, Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), TU-Kanzler Manfred Efinger und Bauverein-Vorstandsmitglied Sybille Wegerich hätten am Mittwoch die Verträge zum Verkauf des Saladin-Ecks an die TU unterschrieben. Die TU werde auch das Berliner Büro mit den Planungen für das geplante Service- und Begegnungszentrum beauftragen. Auch wenn zum Zeitpunkt des Wettbewerbs die tatsächliche Nutzung der Fläche noch nicht festgestanden habe, werde der Siegerentwurf des Büros Grundlage für die weiteren Planungen sein.

Das Saladin-Eck war, ist und bleibe „eine äußerst prominente und traditionsreiche Fläche in der Darmstädter Innenstadt“, äußerte Oberbürgermeister Partsch, der sich von der geplanten Bebauung und Nutzung des Areals eine „deutliche Aufwertung dieser Fläche“ verspricht. Der Verkauf verzögerte sich Partsch zufolge, weil zunächst unter Berücksichtigung der Architektenpläne geklärt werden musste, wie der Gehweg vor dem Gebäude umgestaltet werden soll.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Siebel teilte mit, nach einer „langen Odyssee“ seien nun endlich die Verträge unterzeichnet worden. Jetzt müsse darauf geachtet werden, dass der Neubau schnell realisiert werde.

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